Handball Gehörlosen-EM: Nachwuchsspielerinnen aus der Region bei Siegerehrung

Mädchen und Medaillen (von links): Johanna Rhein, Valerie Ames, Marietta Tigl, Felicity Gunst, Kiana Mohr und Lena Gantner.
Mädchen und Medaillen (von links): Johanna Rhein, Valerie Ames, Marietta Tigl, Felicity Gunst, Kiana Mohr und Lena Gantner.

Bei der Europameisterschaft der Gehörlosen in Frankenthal waren viele ehrenamtliche Helfer aus Ludwigshafen und Schifferstadt eingebunden. Auch einige junge Spielerinnen durften im wichtigsten Moment nicht fehlten.

Ohne die Unterstützung des pfälzischen Handballs wäre die Handball-Europameisterschaft der Gehörlosen in Frankenthal nicht so erfolgreich über die Bühne gegangen. Der Pfälzische Handballverband (PfHV) zeigt sich als verlässlicher Partner, denn bei dem kleinen Verband ist das Wort Inklusion kein Fremdwort, er lässt Taten folgen. So sorgte Schiedsrichterwart Marcus Altmann aus Ludwigshafen nicht nur für ausreichend Unparteiische aus Rheinland, Rheinhessen, Pfalz und dem Saarland, sondern sogar aus Luxemburg.

Das war noch nicht alles: Auch die technischen Delegierten, wie die Länderspiel- und Bundesligaerfahrenen Zeitnehmer und Sekretäre wie Nina Leydecker (Schifferstadt) und deren Schwester Anke Kern (Bellheim) zählten ebenso dazu wie der im Elitekader pfeifende Thorsten Kuschel (Hagenbach) bis hin zu dem Mundenheimer Tobias Gunst, dem Vize-Präsident Spieltechnik.

Bei Zeremonie dabei

Und Gunst war es, der eine Anfrage nicht ausschlug, gleich vier Mädchen aus der A-Bundesliga-Mannschaft der JSG Mundenheim-Rheingönheim zum Finale mitzubringen, damit diese bei der Medaillenzeremonie behilflich sind. So erlebten sie einmal aus anderer Perspektive ein internationales Turnier. Felicity Gunst, Kiana Mohr, Lena Gantner und Marietta Tigl standen mittendrin, als Iosif Stavrakis, der griechische EDSO-Präsident gemeinsam mit der DGSV-Präsidentin Katharina Pape den drei Erstplatzierten Nationen, Kroatien und Frankreich die Medaillen um den Hals hängte.

Es waren aber auch nicht die einzigen „Medaillen-Mädchen“. Johanna Rhein (TSV Amicitia Viernheim) und Valerie Ames von der TSG Haßloch waren mit von der Partie. Sie durften zudem die weiteren Ehrenpreise für den besten Spieler, besten Torhüter, den erfolgreichsten Torschützen und den besten U 21 überreichen.

Am Ende standen die Mädchen beim gemeinsamen Siegerfoto der drei Medaillengewinner im Vordergrund. Diesen Moment werden sie sicherlich nicht vergessen. Trotz der Nervosität fragte die erst elf Jahre alte Valerie Ames, Schülerin des Hannah-Arendt-Gymnasiums in Haßloch, die keinen Spieltag versäumt hatte, schon einmal nach, „wann die nächsten Spiele sein werden“. In zwei Jahren soll die Weltmeisterschaft wieder in Frankenthal ausgetragen werden. Da könnte sicherlich die eine oder andere aus diesem Team wieder mit von der Partie sein.

x