Ludwigshafen Galerie Lauth: Neue Arbeiten von Patrizia Casagranda

Street Art in der Galerie: die neuen Werke von Patrizia Casagranda.
Street Art in der Galerie: die neuen Werke von Patrizia Casagranda.

Zum vierten Mal widmet die Galerie Lauth der Krefelder Künstlerin Patrizia Casagranda eine Ausstellung. Unter dem Titel „There is always Hope“ sind neue Porträts zu sehen.

Frauen – sie sind immer wieder Gegenstand der Kunst von Patrizia Casagranda, die selbst Mutter von drei Töchtern ist. Bekannt wurde die 1979 in Stuttgart geborene Deutsch-Italienerin durch ihre Porträts indischer Müllsammlerinnen. Beim Besuch eines befreundeten Künstlers in Indien lernte sie diese der Schlangenkaste Kabelia angehörenden Frauen kennen und kaufte ihnen Müllfunde ab. Erst fotografierte sie die Frauen, dann erschuf sie anmutige Porträts.

Schicht für Schicht

Auch für ihre neue, nun in Ludwigshafen zu sehende Serie hat Casagranda mit Materialien experimentiert. Auf Holzplatten trug sie, wieder Schicht für Schicht, Farbpigmente auf, die sie in großem Stil aufgekauft hat. Das Ergebnis sind Gemälde, die auch ein von der Straße in die Galerie transferiertes Stück Street oder Urban Art sein könnten. Manch ein Artikel nennt ihre Kunst auch Pop Art – weil man sich bei den Punkten, die sie als Rasterung für ihre Porträts verwendet, an den amerikanischen Maler Roy Lichtenstein (1923-1997) erinnert fühlen darf. „Aber Pop Art ist eine bestimmte Kunstrichtung aus den 1950er- und 1960er-Jahren, und Patrizia Casagranda macht ihre ganz eigene Kunst“, sagt Galerist Werner Lauth.

Und das mit großem Erfolg: Zehn Jahre nach dem Start ihrer Freiberuflichkeit als Künstlerin ist sie, die mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde, zur Biennale in Venedig eingeladen. Im Pavillon von Tansania wird sie vier Porträts afrikanischer Frauen präsentieren.

Die Ausstellung

Bis Samstag, 23. Mai, in der Galerie Lauth, Mundenheimer Straße 252, Ludwigshafen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9-13 und 14-18, Samstag 10-13 Uhr

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