Ludwigshafen Fussball: Das ewige Derby in Edigheim

LUDWIGSHAFEN. Heute, Samstag, 16 Uhr, herrscht in Edigheim Ausnahmezustand. Es ist Kerwe und traditionell stehen sich da in der Fußball-B-Klasse Rhein-Pfalz Süd die Lokalrivalen ASV und TVE gegenüber – dieses Mal beim ASV. Es ist das 45. Derby um Punkte in der Geschichte der beiden Klubs.

Der ASV Edigheim ist der Favorit. Nicht nur, weil die Derbybilanz (20 Siege, 15 Niederlagen, neun Remis) für die Blau-Weißen spricht, sondern auch, weil die aktuelle Form die Gastgeber im Vorteil sieht. Der ASV ist noch unbesiegt und derzeit Tabellendritter. „In einem Derby entscheiden Kleinigkeiten, da zählt keine Tabelle“, sagt Trainer Marco Malizia. Allerdings sei sein Team homogener als in der vergangenen Runde. „Die Mannschaft zeichnet großen Zusammenhalt aus. Die Spieler, die auf der Bank sitzen, schmollen nicht, sondern geben im Training Gas“, erklärt der Coach. Trotzdem ist der ASV vor Rückschlägen nicht gefeit. Wie am vergangenen Sonntag beim SV Maudach. „Das war Harakiri-Fußball.“ So bezeichnet Malizia den Auftritt nach dem Tor zur 2:0-Führung. Obwohl der ASV Edigheim einen Mann mehr auf dem Feld hatte, musste er noch zwei Gegentore zum 2:2-Endstand hinnehmen. Ein Ergebnis, das vorerst die Tabellenführung kostete. Mit dem jungen Tim Seelinger und dem gestandenen Michele Vono haben sich die Edigheimer gut verstärkt. Der TV Edigheim hat mit dem Vereinsnachbarn zuletzt nicht die besten Erfahrungen gemacht. Von den vergangenen 14 Partien hat der Klub, der zehn Jahre älter ist als sein Rivale, nur zwei gewonnen und seit 2003 sind die „Roten“ in der Abschlusstabelle nicht mehr besser als der Nachbar platziert gewesen. „Unser Gegner hat viel Qualität im Spiel nach vorne, aber wir haben kaum Fluktuation. Sieben Spieler habe ich schon in der C-Jugend trainiert“, sagt TVE-Trainer Matthias Mayer. Den durchwachsenen Start mit vier Punkten aus den ersten vier Partien will der Coach nicht überbewerten. „Das Auftaktprogramm war schwer. Gegen den ASV Maxdorf II und den Ludwigshafener SC II war mehr drin. Nur beim 2:6 gegen den VfR Friesenheim II waren wir schlecht“, bilanziert Mayer. Der Trainer, der auf den gesperrten Angelo Cammalleri verzichten muss, strebt eine bessere Platzierung als im Vorjahr an, als der TVE Zehnter war. Mayer lässt im Gegensatz zu seinem Kollegen mit Libero spielen, weil es zu riskant sei, in der B-Klasse in der Abwehr auf einer Höhe zu spielen. (thl)

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