Ludwigshafen Freude über Gemeinschaftsgeist
«Mutterstadt.» Das Herbstwetter am Sonntag hat die Mutterstadter nicht verschreckt. Die Publikumsresonanz beim 24. Lila-Wiesenfest der protestantischen Kirchengemeinde Mutterstadt war gut.
Traditionell beginnt das Fest mit einem Gottesdienst im Freien. „Hier kommen auch mal Leute, die sonst nicht in die Kirche gehen“, sagt Pfarrer Knut Trautwein. Anschließend stärken sich die Besucher in den Zelten, unter freiem Himmel und im Pfarrheim mit Speisen und Getränken. Auf dem Spielplatz des benachbarten Kindergartens toben die Kleinen nach Herzenslust. „Ursprünglich war es das Fest der evangelischen Jugend“, erzählt der Pfarrer. Und auch heute sei die Jugend noch dabei und engagiere sich hauptsächlich im Bereich der Tombola. Hier gebe es bei 1000 Losen 1000 Preise. So hat jeder Teilnehmer gewonnen. Im Pfarrheim stehen dann auch Gewinner an, um ihre Preise abzuholen. Bei der Hauptpreisauslosung werden am Abend nochmals wertvolle Preise verlost, darunter solche, die von Geschäftsleuten gespendet wurden. Zwei der fleißigen Helferinnen in Sachen Tombola sind Emily Veith und Hannah Sebök. Sie haben ausdauernd Lose verkauft und kommen nun zu Pfarrer Trautwein, bewaffnet mit einem Schnellhefter voller Formulare. „Das sind Konfis“, stellt der Pfarrer die Mädchen vor, also Konfirmandinnen, die sich ihr Engagement für die Gemeinde bestätigen lassen und damit Punkte für ihre Konfirmation sammeln. Neben den Erzieherinnen des Kindergartens, die die Kleinen auf dem Spielplatz beaufsichtigen, sowie den Konfis und der evangelischen Jugend sind auch der Seniorenkreis, der Elternkreis wie der Müttertreff als Helfer aktiv. „Das Fest wird von allen Kreisen der Gemeinde getragen“, freut sich Pfarrer Trautwein, rund 70 Helfer kämen insgesamt zum Einsatz. Im Pfarrheim ist das große Kuchenbuffet untergebracht. Vor allem ältere Gemeindemitglieder lassen sich hier bei Kaffee und Kuchen nieder. „Rund 45 Kuchen wurden uns gespendet“, sagt Michaela Trautwein. „Ohne die vielen fleißigen Hände wäre das nicht zu schaffen“, erläutert sie. Sie hat zum ersten Mal die Leitung der Kuchenaktion übernommen. „Ich bin zufrieden und glücklich mit dem guten Verlauf“, ist ihr Fazit.