Handball
Frauen-Regionalliga: VTV Mundenheim spielen Runde mit Höhen und Tiefen
Mit Platz sieben hatten die Mundenheimerinnen in der Endabrechnung reichlich Abstand auf die Abstiegsrängen. Trotzdem blickt Fischer auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurück. Dass der 34-Jährige letztlich eine erfolgreiche Saison gesehen hatte, lag auch am bewusst bescheiden gewählten Saisonziel. „Der Nichtabstieg“ sollte es am Ende werden, hatte der Trainer vor seiner ersten kompletten Spielzeit mit den VTV-Damen verkündet. Ein Ziel, das fast schon mit dem Beginn der Rückrunde erreicht war.
Und trotzdem gab es auch Luft nach oben. „Die Spiele gegen Bodenheim hätten wir sicher auch gewinnen dürfen.“ Diese beiden Niederlagen schmerzen ebenso wie die gegen den HSV Merzig/Hilbringen – zwei Mannschaften, die in der Endabrechnung in der Tabelle hinter den VTV landeten. Auf der anderen Seite stehen Heimsiege gegen die HSG Hunsrück, die SF Budenheim und die HSG Wittlich – Mannschaften, die deutlich vor den Mundenheimerinnen lagen. In der Endabrechnung sei die Bilanz daher in Ordnung. Neun Siege, ein Unentschieden und zwölf Niederlagen sorgten für eine beinahe ausgeglichene Bilanz. Vor allem in der Abwehr ist bei 619 Gegentreffern noch Luft nach oben. Nur drei Mannschaften in der Liga kassierten mehr.
Top-Drei unbezwingbar
Wirklich chancenlos, gerade in eigener Halle, waren die VTV allerdings lediglich gegen die Top-Drei der Liga, also Haßloch, Marpingen/Alsweiler und Mainz-Bretzenheim II. „In Abstiegsnot waren wir aber nie“, betonte der Trainer, der aber auch den Grund dafür kennt: „Wir sind mit einem Stammkader von neun Feldspielerinnen und drei Torleuten in die Saison gestartet. Ohne unsere Stand-by-Spielerinnen hätten wir es wohl nicht geschafft.“ Spielerinnen wie Fabienne Michel, Marlen Wehr oder Romina Heßler und Esther Adam, die eigentlich nur für Notfälle eingeplant waren aber, im Fall Michel, zum Ende der Saison immerhin 13 der 22 Saisonspiele absolvierten. „Und trotzdem war es hin und wieder mit der Personaldecke eng“, so Fischer. Und im Angriff habe die Hauptlast auf Aylin Hofmann (77) Kristina Schmieder (70) und Lara Schneider gelegen, die in nur 16 Partien auf 59 Treffer kam.
Für die Zukunft hofft Trainer Schneider, die Verantwortung wieder auf mehr Schultern verteilen zu können. Die Weichen dafür sind gestellt. Die Personalplanungen der Mundenheimer sind mit Saisonende weitestgehend abgeschlossen. So wird sich Luna Bohn dem Drittligisten TSG Friesenheim anschließen und Hanna Weingarte beendet ihre Karriere. Dafür werden Sophie Marnet und Anna Spatz aus der eigenen Jugend konstant in der Regionalliga spielen, Fabienne Michel wird aus dem Stand-by wieder in den Dauermodus zurückkehren und Lara Tüfenk kommt von der TSG Friesenheim. Mit Marlen Eichberger (Heiligenstein) und Jasmin Jung (Schwetzingen) verstärken weitere Spielerinnen den Kader. „Wenn wir verletzungsfrei bleiben, wäre damit jede Position doppelt besetzt“, so Schneider. Ob er die Saisonziele im kommenden Jahr höher setzen wird, ließ er allerdings offen.