Ludwigshafen Flaute auf dem Arbeitsmarkt

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Die Arbeitslosigkeit ist im April in der Vorderpfalz wieder leicht zurückgegangen. Während landesweit die Arbeitslosenquote mit 4,3 Prozent so niedrig ist, wie schon seit 27 Jahren nicht mehr, kann Ludwigshafen nicht von dieser Entwicklung profitieren. Die Arbeitslosenquote in der Stadt beträgt unverändert 7,9 Prozent. Dies geht aus der am Dienstag vorgelegten Arbeitsmarktstatistik hervor.

Die Gründe für die Stagnation auf dem Ludwigshafener Arbeitsmarkt sind vielfältig: So gibt es hier mehr Langzeitarbeitslose, die schwerer vermittelbar sind. Und auch die Anzahl junger Menschen ohne Schulabschluss ist über dem Durchschnitt. Dabei ist der Bedarf an Arbeitskräften hoch, wie die Arbeitsagentur mitteilt. Produktion und Fertigung, Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit sowie Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung sind Berufssparten, in denen die meisten offenen Stellen hinzugekommen seien. Aktuell sind 1360 Ausbildungsstellen unbesetzt. 870 Jobmöglichkeiten hat der Arbeitgeber-Service der Agentur im April registriert, 28 weniger als im März. Im Bestand befinden sich aktuell knapp 4100 Stellen. „Wer noch nicht den richtigen Betrieb oder Beruf gefunden oder noch gar keinen Plan hat, wohin die berufliche Reise gehen soll, sollte sich unbedingt bei unserer Berufsberatung melden“, rät der Ludwigshafener Agenturchef Daniel Lips. Er rechnet damit, dass der Arbeitskräftebedarf bis zum Sommer vermutlich noch steigt. Daher seien Umschulung, Weiterbildung und Qualifizierung von Arbeitnehmern wichtig. In Ludwigshafen waren im April 7155 Arbeitslose registriert (plus 28 im Vergleich zum März), 73 weniger als vor einem Jahr. 1943 Frauen und Männer haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, 217 mehr als im März. Im gleichen Zeitraum haben sich 1969 Menschen arbeitslos gemeldet, 204 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosigkeit im Rhein-Pfalz-Kreis liegt bei 3,3 Prozent und ist im Vergleich zum März leicht gesunken. Wobei Arbeitsmarktexperten angesichts so niedriger Quoten von Vollbeschäftigung sprechen. In Mannheim gibt es eine leichte Verbesserung: Dort sank im April die Quote um 0,4 Punkte auf 7,4 Prozent.

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