Ludwigshafen
FDP will den Kopf nicht in den Sand stecken: Appell des Ludwigshafener Kreisvorsitzenden
„Es tut weh. Das lässt sich nicht beschönigen. Dass wir künftig nicht mehr als Stimme der Freiheit im Mainzer Landtag vertreten sind, ist ein tiefer Einschnitt – für uns als Partei, aber vor allem für die liberale Sache in unserer Heimat“, sagt Anes Avdic, Mitte 20, und seit 5. Juni 2025 Kreisvorsitzender der Ludwigshafener Liberalen. „Wir haben gekämpft, wir haben gehofft und alles gegeben. Dass es am Ende nicht gereicht hat, hinterlässt eine Leere, die wir heute spüren dürfen. Es ist okay, enttäuscht zu sein. Wer mit Herzblut für Überzeugungen eintritt, darf auch mit Schmerz auf eine Niederlage blicken“, ergänzt der in Schwetzingen geborene Bauingenieur aus Mundenheim. Eines steht für ihn fest: „Ideen sterben nicht durch Wahlergebnisse. Die Werte, für die wir stehen – Eigenverantwortung, Chancenreichtum und die unbändige Lust auf Zukunft – werden in Rheinland-Pfalz dringender gebraucht denn je. Wo der Staat zu viel will und dem Einzelnen zu wenig zutraut, da bleibt unsere Aufgabe bestehen“, betont Avdic.
„Nicht liegen bleiben“
Wie es jetzt weitergeht? Auch darauf hat der junge FDP-Mann eine Antwort. „Wunden lecken, aber nicht liegen bleiben: Wir nehmen uns die Zeit, diesen Schlag zu verdauen, aber wir lassen uns davon nicht definieren.“ Es gehe jetzt darum, Rückgrat zu beweisen: „Wahre Stärke zeigt sich nicht in den Momenten des Triumphs, sondern darin, wie man nach dem Fallen wieder aufsteht. Wir gehen jetzt dorthin, wo der Liberalismus seine Wurzeln hat – zu den Menschen vor Ort, in die Kommunen, in die Debatten des Alltags. Wir sind nicht weg. Wir nehmen nur Anlauf. Die Stimme der Freiheit ist vielleicht leiser geworden, aber sie verstummt nicht. Wir kommen wieder – mit frischer Kraft, klarer Kante und dem Wissen, dass Freiheit niemals selbstverständlich ist. Kopf hoch. Wir wissen, wofür wir kämpfen“, so Avdic.