Ludwigshafen Für Kinder in Aktion

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Lars Dietz ist zwar gerade schwer mit seiner Bachelor-Arbeit beschäftigt und pendelt zwischen Studium und Job in Mannheim und dem heimischen Biedesheim. Dennoch engagiert sich der 22-Jährige auch ehrenamtlich: Dietz arbeitet für Kiwanis, nach dem Rotary- und Lions Club die drittgrößte Vereinigung dieser Art. Die Organisation fördert vor allem Kinder.

Dietz ist der Vorsitzende der Ludwigshafener Gruppe der Kiwanis-Junioren: „Kiwanis gibt es als Senior Professionals und als Young Professionals. Davon gibt es jeweils sogenannte Satelliten. Unseren Ludwigshafener Satelliten gibt es so richtig erst seit März“, erklärt Dietz, der zugleich für Kiwanis Deutschland Vizepräsident ist. Sein Engagement kommt nicht von ungefähr: „Ich habe meinen Vater im Alter von 14 Jahren verloren, da gab es Zeiten, wo ich Unterstützung hätte brauchen können.“ Dietz hat es auch ohne geschafft. Aber denen zu helfen, die Hilfe brauchen, ist für ihn seither geradezu Pflicht. Die Ludwigshafener Gruppe ist mit derzeit acht Mitgliedern noch ziemlich klein. Dietz würde sich über Verstärkung freuen, um mehr Projekte schultern zu können: „Wir haben zum Beispiel für das Kinderhospiz Sterntaler Kuchen verkauft und dem Frauenfußballclub Oggersheim und einem Oggersheimer Kindergarten bei der Ausstattung geholfen“, berichtet er von vergangenen Projekten. Wie bei den beiden großen Clubs geht es bei Kiwanis neben dem Geldsammeln auch um die Vernetzung der Mitglieder. „Wir haben einmal in der Woche ein Online-Meeting, einfach wegen der unterschiedlichen Wohnorte“, schildert der 22-Jährige. Dietz studiert Wirtschaftsrecht in Mannheim. Das Thema seiner Abschlussarbeit ist noch nicht ausformuliert, Gegenstand ist aber Mediation im beruflichen Umfeld: „Ich würde gerne im Bereich Mediation und Coaching arbeiten, Stichwort ist auch das Thema Work Life Balance, am liebsten in einem großen Konzern und am liebsten hier in Ludwigshafen oder Mannheim“, wünscht sich Dietz für seine berufliche Zukunft. Im Gegensatz zu Rotary und Lions spielt bei Kiwanis das finanzielle Potenzial der Mitglieder keine Rolle: „Ich komme aus einer Arbeiterfamilie. Mein Vater war Maurer und meine Mutter Kassiererin. Mit diesem Hintergrund hätte ich bei Rotary keine Chancen, Mitglied zu werden.“ Wie kam er denn überhaupt zu Kiwanis? „Über einen Facebook-Freund. Der hat mich Mitte 2013 darauf aufmerksam gemacht. Ich habe mir das angeschaut, und das fand ich gut.“ Nicht zuletzt, weil Geldsammeln besser in einen stressigen Berufsalltag unterzubringen ist als persönliche Hilfe vor Ort. Stichwort Geld: „Würde man nur ein paar Raketen weniger in Afghanistan verschießen, wäre genug Geld da für sinnvolle Projekte“, meint Dietz.

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