Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Förderkreis des Ebertparks bereitet Jubiläum vor

Der Ebertpark: Die Beete am Haupteingang wurden neu angelegt und ein „grünes Klassenzimmer“ eingerichtet.
Der Ebertpark: Die Beete am Haupteingang wurden neu angelegt und ein »grünes Klassenzimmer« eingerichtet.

Der Verein des Förderkreises Ebertpark macht sich bereit für ein Jubiläum. Im kommenden Jahr feiert der Park sein 100-jähriges Bestehen. Zur Jahresversammlung legte der Vereinsvorstand mit einem Plus von 10.000 Euro für die Vereinskasse einen mehr als soliden Abschluss fürs vergangene Jahr vor. Wie der Vorstand informiert, wurde der Mietvertrag für die Konzertmuschel gekündigt.

Gabriele Bindert, Beisitzerin im Vereinsvorstand, schickte zum anstehenden Jubiläum voraus: Die Stadt könne finanziell nicht viel beitragen, der Förderverein müsse sehen, was an Veranstaltungen möglich sei. Tatsächlich ist das aber einiges.

„Der Verein hatte ein gutes Jahr 2023“, zog Vorsitzender Wolfgang van Vliet gegenüber den Mitgliedern ein zufriedenes Fazit. Wie fast alle Vereine leidet auch der Förderkreis an Überalterung. Zwölf Neumitgliedern hätten 25 Abgänge entgegengestanden, so van Vliet. Einige Mitglieder seien gestorben, andere weggezogen. 440 Mitglieder gebe es.

Wie van Vliet sagte, sei die Diskussion um die Konzertmuschel beendet: Der Vertrag mit dem Vermieter, die Wohnungsbaugesellschaft GAG, sei gekündigt worden. Die Konzertmuschel sei nun an den Betreiber des Turmrestaurants vermietet. „Das wird künftige Konflikte vermeiden“, meinte van Vliet.

Bei der Hauptversammlung im vergangenen Jahr hatte es Diskussionen um die Konzertmuschel gegeben. Einige Mitglieder des Freundeskreises Ebertpark hatten das Ende der Veranstaltungen dort bedauert. Mit der Reihe „Kultur im Park“ waren vor Corona dort beliebte Veranstaltungen organisiert worden.

Verzicht auf Konzertmuschel

Doch auch nachdem die Pandemie vorbei war, habe es keine Nachfrage mehr für die Konzertmuschel gegeben. Dazu hat ein neues Polizei- und Ordnungsbehördengesetz, mit dem die Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen im Freien verbessert werden soll, weitere Hürden aufgebaut. Wie der Förderkreis nach einer juristischen Beratung festgestellt hat, werde der Verein als Vermieter bei Veranstaltungen in jedem Fall in der Haftung bleiben. Weil dieses Risiko niemandem im Verein zumutbar sei, werde zunächst auf Veranstaltungen verzichtet, hatte der Vorstand vor einem Jahr beschlossen.

Gute Nachrichten überbrachte Vereinskassierer Bernd Bauer. 2023 sei ein Überschuss von rund 10.000 Euro erwirtschaftet worden, deutlich mehr als im Vorjahr. Rund 2800 Euro seien an Spenden eingegangen. Die Rücklage liege damit bei mehr als 99.000 Euro. „Das ist eine stolze Summe, da kann der Verein gute Dinge machen“, freute sich Bauer.

Reihe von Veranstaltungen

Die Zufriedenheit der rund 30 anwesenden Mitglieder zeigte sich bei den anschließenden Wahlen. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimme in ihren Funktionen bestätigt. Sein Ausscheiden in den Ruhestand gab Beisitzer Günther Henkel bekannt. Nachdem Christian Schreider (SPD) inzwischen als Bundestagsabgeordneter eingespannt ist, wird seine Aufgabe als Schriftführer künftig Geschäftsführerin Constanze Kraus miterledigen.

Wie Gabriele Bindert sagte, gebe es inzwischen Klarheit, dass in dem leerstehenden Tiergehege ein „Grünes Klassenzimmer“ für Schulen entstehen soll. „Wir haben interessierte Spender“, verriet sie. Die kleinen Gebäude und der Schutzzaun sollen bleiben. Die ehemals dort untergebrachten Tiere hatten nach Vandalismus-Vorfällen 2022 in den Wildpark Rheingönheim umziehen müssen.

Wie Bindert weiter berichtete, sei das Projekt Rosengarten im Ebertpark abgeschlossen. Mithilfe des Förderkreises sei die Pergola mit Balken belegt und mit Rankhilfen ausgestattet worden. Fördermittel für den Quellgarten seien beantragt. Vom Land gebe es dazu aber noch keine Information, teilte die hauptberufliche Leiterin des städtischen Bereichs Grünflächen und Friedhöfe mit.

Am Haupteingang seien alle Beete neu gemacht worden, um sich im kommenden Jahr schön zu präsentieren, so Bindert. Zum Jubiläum solle es eine Reihe kleinerer Veranstaltungen geben und dazu Führungen, meinte sie. Es solle nicht am eigentlichen „Geburtstag“, dem 28. Mai, eine große Feier geben und danach nichts mehr, sondern lieber viele kleinere Veranstaltungen über das ganze Jahr, ergänzte van Vliet. Mit den Planungen werde nun begonnen.

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