Ludwigshafen Es formiert sich eine Künstlerszene

Künstler sowie Gemeinde- und Kita-Vertreter bei der Übergabe der Spenden im Rathaus Mutterstadt.
Künstler sowie Gemeinde- und Kita-Vertreter bei der Übergabe der Spenden im Rathaus Mutterstadt.

«Mutterstadt.» Eine aktive Künstler- und Geschäftsszene hat Mutterstadt, die sich sozial engagiert. Das ist das Fazit des Projekts „Aktion Kita“, an dem sich 17 Künstler und 22 Geschäfte im Ort beteiligten. Rund 1300 Euro hat diese eingebracht. Bei der Spendenübergabe vergangenen Donnerstag im Mutterstadter Rathaus gab’s noch 200 Euro von der Gemeinde oben drauf. Das Geld kommt den Kitas zugute.

In der Adventszeit boten 17 Künstler aus Mutterstadt und Umgebung ihre Kunstobjekte im Einzelhandel vor Ort, in den zwei Bankfilialen und in der Gemeindebibliothek zum Verkauf an. Die Kunstobjekte, von Landschaftsmalerei über Skulpturen aus Drahtgestell bis hin zur 3-D-Leinwandgestaltungen, schmückten zu dieser Zeit viele Schaufenster oder Ladenräume und verwandelten weite Teile der Neustadter sowie der Speyerer Straße in eine Kunstmeile. „Die Bereitschaft seitens der Geschäftswelt, bei der Aktion mitzuhelfen, war sofort da“, erzählt Klaus Reinheimer, einer der teilnehmenden Künstler und Ideen-Geber. 22 Geschäfte und viele Künstler konnten schließlich dafür begeistert werden. „Wir hatten einen Aufruf in der Zeitung gestartet“, erläutert Klaus Reinheimer. „Dass es aber so viele werden, hätte ich nie gedacht“. Er selbst hatte einige seiner Aquarelle und Acrylbilder, vornehmlich mit gegenständlicher- und Landschaftsmalerei, in einer Bank ausgestellt. Einen Wermutstropfen hatte jedoch die Aktion in seinen Augen. Rückblickend sei der Zeitpunkt schlecht gewählt worden. In der Hektik der Weihnachtszeit sei das Ganze etwas untergegangen. „Bei all dem Künstleraufgebot hätte sicherlich mehr drin sein können“, ist sich der Initiator der Aktion sicher. Da müsse in Zukunft ein besserer Termin gefunden werden. Dennoch: Bei der Spendenübergabe vergangene Woche konnten 1305 Euro übergeben werden. Die Gemeindeverwaltung wollte diesen krummen Betrag so nicht stehen lassen und rundete auf 1500 Euro auf. Die Aktion habe am Ende des Jubiläumsjahres – Mutterstadt feierte vergangenes Jahr 1250-jähriges Bestehen – dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt, meinte die Erste Beigeordnete Andrea Franz (SPD). Aus vielen Einzelkünstlern sei eine Einheit geworden, die die Politikerin als „Mutterstadter Künstlerseele“ bezeichnete. Und Klaus Reinheimer kündigte an, dass das Projekt erst der Auftakt gewesen war. „Wir sind zu einer Gruppe herangewachsen, die so zusammen bleiben will“, sagt er.

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