Ludwigshafen Erstmals stellen Künstler beim Lindenfest aus

Gutes Wetter und gute Stimmung beim Lindenfest.
Gutes Wetter und gute Stimmung beim Lindenfest.

«Mutterstadt.» Zu Musik und Snacks hat es beim Lindenfest der protestantischen Kirche Mutterstadt vergangenen Wochenende erstmals auch Kunst gegeben. Neun Hobby-Künstler stellten im Pfarrer-Jakob-Fuchs-Haus ihre Werke aus. Und das nicht zum letzten Mal.

Unter den Linden – das bedeutet in Berlin eine ganze Allee. In Mutterstadt hingegen feiert man das Lindenfest um dem alten Dorfbaum, der schon seit 1871 die Zeit überdauert hat. Vielleicht hat auch schon damals eine Blaskapelle unter diesem gespielt – wie beim aktuellen Lindenfest, nur war es hier die Mutterstadter Blaskapelle. Das Lindenfest wiederum gibt es seit 39 Jahren, informiert Thomas Hoffmann vom Organisationsteam. Kurz vorm Jubiläum bahnt sich nun eine Neuerung an. Mutterstadt hat viele Hobby-Künstler, wie sich schon zur 1250-Jahr-Feier im vergangenen Jahr zeigte. Damals hatte der Mutterstadter Künstler Klaus Reinheimer eine gemeinsame Ausstellung mit 17 Künstlern organisiert. Zum Lindenfest gab es nun am Freitagabend eine Vernissage im Pfarrer-Jakob-Fuchs-Haus, bei der neun Künstler ausstellten, davon acht aus Mutterstadt. Und das soll keine Eintagsfliege bleiben, berichtet Emil Stenger, einer der Aussteller. Unter dem Namen kreArt will sich die Gruppe weiterhin zusammenkommen, um neben der bildenden auch andere Künste in Mutterstadt zu fördern, zum Beispiel mit Lesungen oder Konzerten. Nur einen Verein wolle man nicht gründen. Vergangenen Montag, nachdem die Festmeile abgebaut wurde, gab es eine konstituierende Sitzung. Die Kooperation mit der protestantischen Kirchengemeinde zwischen Künstlern und Protestanten ist ebenfalls nicht neu, informiert Pfarrer Heiko Schipper. Emil Stenger habe bereits einen Kunstgottesdienst mitgestaltet. Dabei sei auch die Idee zur Ausstellung entstanden. Und es soll auch nicht die letzte Ausstellung in den kirchlichen Räumen sein, hoffen Künstler und Pfarrer. Die Bilder – von Aquarelle, über Acryl- bis Radierungen – konnten sich die Gäste am Festwochenende im Fuchs-Haus anschauen, keinen Steinwurf entfernt vom Platz unter Linde hinter der protestantischen Kirche. Der liegt ganz idyllisch, abseits vom Verkehrslärm, ideal zum Verweilen bei Schorle und Servelat. Auch aus diesem Grund war das Lindenfest wieder gut besucht.

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