Ludwigshafen Ein Meer aus Rosen

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«Waldsee.» „Schöne Frauen und schöne Rosen machen das Leben schön“, sagt Alois Nieser. So schön wie in diesem Jahr haben die Rosen in seinem Garten noch nie geblüht.

329 Rosenstöcke stehen in seinem prächtigen Garten. „Ich habe sie gezählt, als ich im Frühjahr jeder Rose eine Handvoll Dünger hingeworfen habe“, erzählt er. Etwa 30 bis 40 verschiedene Sorten dürften es sein, schätzt er. Die hat er nicht gezählt, aber es blüht in allen Farben von Weiß über Gelb, Orange, Rosa, Violett bis tief Dunkelrot. Viele Hochstamm-Rosen sind dabei, der Zaun kann die Blütenpracht kaum zurückhalten. Die Pflanzen hat er von einem Züchter aus der Nähe von Heidelberg und vom Waldseer Dorfmarkt, den seine Tochter Elke Nieser betreibt. Die Pflege der Blumen sei schon mit Arbeit verbunden, aber seit dem Tod seiner Frau verbringt er stundenlang in seinem Gartenparadies, das sich die beiden in den vergangenen 15 bis 20 Jahren geschaffen haben. Das bringe ihn auf andere Gedanken. Stück für Stück ist der Garten erweitert worden. „Ich gehe mit offenen Augen durch die Landschaft und habe mir einiges abgeguckt für die Gestaltung des Gartens“, erzählt er. Und es ist wirklich ein kleines Idyll entstanden: Der satte grüne Rasen ist von einem kleinen Bachlauf durchzogen und wird von den Rosenbüschen gesäumt. Rund um die Terrasse blühen noch andere Blumen, doch die können im Moment gegen die Königin der Blumen nicht ankommen. Die Rosen wässert er in der warmen Zeit alle vier Tage für zwei Stunden über ein Bewässerungssystem. Das würden Anfänger oft falsch machen: Jeden Tag ein bisschen gießen sei nicht so gut. Gegen Blattläuse unternimmt er nichts, aber gegen Pilzbefall müsse man spritzen. „Sonst hat man keine Freude an den Rosen“, weiß er. Freude hat er jeden Tag. Manchmal sitzt er schon in den frühen Morgenstunden auf der Terrasse, wenn im Dorf noch alles schläft, und genießt den Blick auf seinen Garten.

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