Ludwigshafen Ein Fest der Klänge

Der Topact: John Lees’ Barclay James Harvest.
Der Topact: John Lees’ Barclay James Harvest.

Zum Abschluss passte alles. Der laue Spätsommerabend mit angenehmen Temperaturen, der Wein im Glas und dazu die einschmeichelnde Melodie des Welthits „Hymn“, gesungen von John Lees, der mit seiner Band Barclay James Harvest auch schon über 100.000 Besucher am Brandenburger Tor begeistert hat. Ganz so viele waren es beim Kellereifest an diesem Abend nicht, aber Gastronomie-Chef Frank Stauder strahlte dennoch. Schon zur Sunset-Party am Freitag – traditionell von zahlreichen Werksangehörigen für einen angenehmen Auftakt in den Feierabend genutzt – war das Festgelände an der Anilinstraße mit rund 6800 Gästen gut besucht. Die freuten sich über das kulinarische Angebot ebenso wie über das gelungene Gesamtkonzept: „Es ist klasse, was die BASF hier für Mitarbeiter, die Nachbarn und auch die Besucher aus der ganzen Region auf die Beine stellt. Das Fest ist toll und die Bands richtig gut“, lobte Besucher Andreas Bauer aus Oggersheim. Für ihn gehört das Fest deshalb in jedem Jahr zu den Pflichtveranstaltungen. „Dafür habe ich heute sogar die Oggersheimer Kerwe sausen lassen“, sagte er lachend und stieß mit einer Weißherbstschorle am vollbesetzten Tisch an. Überhaupt: Sitzplätze waren besonders am Samstag Mangelware. „Wir waren schon vor 20 Uhr hier, aber da war alles besetzt“, bedauerte Heike Seitz. Kein Wunder, stand doch der große Bandwettbewerb für Musikformationen von BASF-Mitarbeitern an. Die hatten allesamt ihre Fans und Familien mitgebracht und füllten damit den Platz vor der Bühne schon früh. Das gezeigte Niveau erstaunte dabei auch den Fachmann immer wieder aufs Neue: „Man darf nicht vergessen, dass die Mitglieder dieser Bands ja noch eine Vollzeitbeschäftigung bei der BASF haben, sie also nur in ihrer Freizeit Proben und Musik machen können“, sagte Professor Udo Dahmen, Geschäftsführer der Mannheimer Popakademie als Juryvorsitzender. „Dafür haben wir hier ein beachtliches Niveau gesehen.“ Und offensichtlich mögen es die Mitarbeiter gerne hart. Mit der Formation Fireforce und den Supernova Plasmajets lagen sowohl in der Publikumsgunst als auch bei der Fachjury Bands aus der Heavy-Metal-Fraktion vorne. Den Zuschauern, die bereits auf die sanften Synthesizerklänge aus dem Hause Barclay James Harvest gewartet hatten, machte dieser Stilwechsel offensichtlich nichts aus. Beide Bands erhielten den verdienten Applaus. Beifall, wenn auch eher verbal, gab es für die Weinauswahl im Weindorf mit ausgesuchten Winzern der BASF-Kellerei. „Wir hatten sehr viele gute Gespräche. Die Leute waren sehr interessiert“, berichtete Jungwinzer Thomas Pahlke aus Battenberg. Für ihn und seine Bio-Weine war es das erste Kellereifest, für die er gerne seinen Tag verlängerte: „Bei uns hat schon die Lese begonnen. Heute Morgen habe ich noch Trauben gepresst und heute Abend präsentiere ich hier unsere Weine.“ Einer von vielen kleinen Randaspekten, der das Kellereifest in jedem Jahr zum beliebten Anziehungspunkt werden ließ. „Die Mischung macht es einfach aus“, sagte Nicole Schulz aus Maudach. Dazu gehört auch der musikalische Auftakt mit den Partykrachern der Formation Me and the Heat am Freitag. „Die sind bei uns fest gebucht“, verriet Werkleiter Uwe Liebelt bei der Eröffnung und freute sich auf gelungene Partystimmung. Die begeisterte auch die Mannheimerin Heike Seitz: „Ich bin nächstes Jahr gerne wieder mit dabei.“

Supernova Plasmajets gewinnt den Publikumpreis beim Wettbewerb.
Supernova Plasmajets gewinnt den Publikumpreis beim Wettbewerb.
Ausgelassene Stimmung auch schon am Eröffnungsabend.
Ausgelassene Stimmung auch schon am Eröffnungsabend.
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