Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Drittligist einigermaßen im Soll

Schon jubeln können: Trainer Matthias Polifka (Zweiter von rechts) und die HSG Friesenheim-Hochdorf.
Schon jubeln können: Trainer Matthias Polifka (Zweiter von rechts) und die HSG Friesenheim-Hochdorf.

Das Saisonziel von Drittligist HSG Friesenheim-Hochdorf ist klar definiert: „Wenn das letzte Spiel am 12. März gespielt ist, wollen wir auf Platz sechs stehen“, erklärte Trainer Matthias Polifka. Zur Halbzeit liegt die HSG auf Rang neun, nur drei Zähler hinter dem angepeilten Platz.

Vier Siege, ein Unentschieden, neun Niederlagen stehen nach 14 der 22 Spieltage auf der Habenseite der HSG. Vier Punkte gehen auf das Konto von Björn Friedrich, der nach der Niederlage bei TGS Pforzheim am sechsten Spieltag seinen Hut nehmen musste. Seit Mitte Oktober trägt Polifka die Verantwortung. In seiner Bilanz stehen zwei Siege und ein Unentschieden aus den bisherigen acht Partien.

Er ist trotzdem nicht unzufrieden. „Ich würde sagen, dass sich die Mannschaft ständig weiterentwickelt hat. Auch bei den Niederlagen gab es in allen Bereichen Aufwärtstendenzen.“

Immerhin sei die HSG nur in Dansenberg mit neun Toren distanziert worden, „und das war vor allem unserer kurzen Bank Spiel geschuldet“, erinnert er sich an das 24:33. Seither gab es weitere Niederlagen gegen Leutershausen und den Nachwuchs der Rhein-Neckar Löwen, aber sie hielten sich in Grenzen. Und immerhin haben die Pfalzbiber damit ihre Partien gegen die ersten vier der Tabelle, die sich für die Aufstiegsrunde qualifizieren wollen, absolviert. „Im neuen Jahr kommen die Spiele, in denen wir liefern müssen“, so Polifka.

Tatsächlich ist die Punktebilanz der HSG aktuell einigermaßen im Soll. Zwar hätten Polifka und Friedrich gerne auch gegen das aktuelle Schlusslicht Pforzheim gepunktet und hätte auch ein Sieg in Heilbronn-Horkheim der Hochdorfer Bilanz gutgetan, dafür hatte niemand den 32:28-Erfolg beim Aufstiegsaspiranten SG Leutershausen auf dem Schirm gehabt, war auch das Unentschieden bei der HG Saarlouis trotz des letztlich unglücklichen Spielverlaufs einer eingebüßten Drei-Tore-Führung zweieinhalb Minuten vor Schluss trotzdem ein nicht unbedingt einkalkulierter Zähler.

Über’m Strich

Es sieht also gar nicht schlecht mit einem Platz „über dem Strich“, also bis zu Platz sechs aus, denn die Abstiegsrunde, die von den Mannschaften zwischen Rang sieben und zwölf ausgetragen wird, wollen Polifka und die HSG-Verantwortlichen um jeden Preis vermeiden. Zum einen, weil dort nur die in den direkten Duellen erzielten Punkte übernommen werden, zum anderen, weil nur die beiden Erstplatzierten nach einer weiteren Runde mit Hin- und Rückspiel die Klasse halten werden.

Polifka sieht die Mannschaft dafür für die Aufholjagd gerüstet. Auch, weil die kurze Pause bis zum Neustart am 15. Januar gerade zum richtigen Zeitpunkt nach der Niederlagenserie gegen die ersten vier der Tabelle kam.

„Wir können im neuen Jahr einen echten Cut machen“, freut sich der Trainer. „Wir haben den Fokus darauf gelegt, was wichtig ist.“ Und wichtig sind Erfolge gegen die direkte Konkurrenz. Spiele, die ab dem 15. Januar mit dem Wiedersehen mit TSB Heilbronn-Horkheim auf dem Programm stehen. Der Mannschaft, die aktuell den angestrebten sechsten Tabellenplatz einnimmt.

Der HSG-Trainer glaubt dabei fest an seine Mannschaft. „Wir haben uns wieder gefangen.“ Das lasse sich nicht an einzelnen Positionen festmachen, obwohl Roko Peribonio im Tor dabei eine Sonderrolle einnimmt, zuletzt immer öfter das von ihm erhoffte Potenzial abrufen konnte. „Insgesamt bauen wir aber nicht auf einzelne Akteure. Wir müssen das als Mannschaft stemmen“, forderte Trainer Polifka.

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