Rudersport
Drei Wettkämpfe gleichzeitig: Premiere für den Ludwigshafener Ruderverein
Die Deutsche Ruderergometer-Meisterschaft und die Offene Deutsche Indoor Rowing Meisterschaft gingen erstmals gemeinsam beim 19. Ergo-Cup Rhein Neckar über die Bühne. Den Ergo-Cup richten traditionell der Ludwigshafener Ruderverein 1878 (LRV) und der Mannheimer Regattaverein 1878 aus, zu dessen Gründungsmitgliedern der LRV gehört. Aufgrund der logistischen Anforderungen des Deutschen Ruderverbandes wichen die Vereine in die Neckarhalle in Ilvesheim aus.
Der Organisator und Vorsitzende des LRV und stellvertretender Vorsitzender Technik im Mannheimer Regattaverein, Christian Knab, zeigte sich sehr zufrieden, dass beide Meisterschaften in der Region ausgetragen werden. „Das unterstreicht den hohen Stellenwert des Rhein-Neckar-Cups als eine der ersten Gelegenheiten zur Standortbestimmung der Athleten im laufenden Jahr. Die über 420 Meldungen von 58 Vereinen zeigen, wie hoch das Interesse der Ruderer an diesem Wettbewerb ist.“
Starker Nachwuchs
Von Mecklenburg- Vorpommern, Schleswig-Holstein und bis nach Konstanz im äußersten Südwesten reisten die Teilnehmer an, um sich zu vergleichen. In 16 Rennen der Deutschen Ruder-Ergo-Meisterschaft, 26 Rennen in der offenen Deutschen Indoor Rowing Meisterschaft sowie 23 Rennen beim Ergo-Cup Rhein Neckar standen auf dem Programm. Die Distanzen gingen von 350 Metern Sprints bis zu 2000 Metern, was auf dem Wasser der olympischen Distanz entspricht. Mit Beate Brühe, Frank-Michael Korgitzsch und Karin Stephan als Leiterin, stellte der LRV drei Wettkampfrichter.
Die Ludwigshafener Athleten schnitten in ihren Rennen gut ab. Beim Nachwuchs siegten Marlene Müller (zwölf Jahre) und ihre ein Jahr jüngere Schwester Jana mit ihren Ruderpartnern David Bäumler (13) und Matteo Coni (13) im Vierer auf 1000 Metern in einem Feld von acht Mannschaften mit einem Vorsprung von 41 Sekunden. Marlene und Jana holten im Mädchen Einer in ihrer jeweiligen Altersklasse noch einen Sieg und eine Silbermedaille. Zur Erinnerung: Mutter Anja Müller war 1998 Weltmeisterin im Juniorinnen Achter. Sie startete jetzt selbst in der offenen Klasse Breitensport im Vierer mit der ehemaligen Weltmeisterin von 2000 im Doppelvierer Karin Stephan, Frank Heines (59) und Frank-Michael Korgitzsch (62). Sie wurden von den im Durchschnitt 26 und 32 Jahre jüngeren Mannschaften vom Heidelberger Ruderklub und der Heidelberger RG auf den dritten von sechs Plätzen verwiesen. Der siebzehnjährige LRV-Junior Anton Rudzevich sicherte sich mit seinen Bootskameraden Jan Keller, Bjarne Orth und Karla Müller die deutsche Meisterschaft im Mixed Vierer der Junioren. Bei den Masters gab es Bronze für Antoine Debeauvais (Masters C Mindestalter 43 Jahre)und Moritz Schneider in der Altersklasse Mindestalter 36 Jahre im Männer Einer. Schneider gewann darüber hinaus im Männer Achter in Renngemeinschaft mit dem Heidelberger Ruderklub und der Heidelberger Rudergesellschaft die Silbermedaille.
„Alles in allem war es ein gelungener Auftakt in die Rudersaison 2026 im professionellen Ambiente der Ilvesheimer Neckarhalle“, resümierte Christian Knab die Veranstaltung. Dass der LRV ein paar Titel und Siege für sich verbuchte, sei sehr erfreulich. Jan Erik Jonescheit, Vorsitzender des Mannheimer Regattavereins, unterstrich erleichtert: „Wir sind sehr zufrieden, die größte Indoor Rowing Veranstaltung dieses Winters mit so kurzem Vorlauf auf die Beine gestellt zu haben.“