Ludwigshafen Drei Junioren machen Sieg unter sich aus

Das Feld ist zu Beginn noch dicht zusammen.
Das Feld ist zu Beginn noch dicht zusammen.

«MUTTERSTADT.»Beim Mutterstadter Kerweradrennen sind gestern Abend nach dem Rennen der C-Klasse um den Großen Preis der Gemeindeverwaltung und der Sparkasse Vorderpfalz über 48 Runden erstmals drei Akteure auf dem Podest gestanden, die nicht der Aktivenklasse angehören. Die drei Junioren-Fahrer Robin Garthöffner (RC Silberpils Bellheim), Lukas Märkl (RSC Linden) und Max Rung (RIG Vorderpfalz) hatten nach einer Überrundung des Feldes die Nase vorn.

Beim Zielsprint nach 62,4 Kilometern auf dem schnellen 1,3 Kilometer langen Rundkurs lagen Oldie Markus Bandura (RC Silberpils Bellheim) und Moritz Plambeck (RSC Linden) vorne. Das war aber nicht der Sieg, auch wenn beim Rundstreckenrennen der Erste normalerweise als Sieger gekürt wird. Dass der, der als Erster über den Zielstrich fährt, nicht auch der Sieger ist, war dieses Mal einer besonderen Begebenheit geschuldet. Bereits nach der fünften von 48 zu fahrenden Runden hatte sich ein Quartett mit den drei Junioren Robin Garthöffner, Vorjahressieger Lukas Märkl sowie Max Rung und C-Fahrer Paul Schwartz (RSV Roschbach) aus dem Hauptfeld absetzen können. Sie vergrößerten von Runde zu Runde ihren Vorsprung und ließen der Konkurrenz keine Chance. Nur zwei weitere Juniorenfahrer, Pascal Tömke (RSC Neustadt) und Moritz Plambeck, suchten vergeblich den Anschluss zum Spitzenquartett. Elf Runden vor dem Ende tauchte das Führungsquartett nach einer Überrundung ins Hauptfeld ein. Die Plätze eins bis vier waren ihnen wegen der Überrundung des kompletten Feldes sicher. Beim Zielsprint fuhr der 18-jährige Garthöffner als Dritter über den Zielstrich. Da er aber mit seinen drei Mitstreitern das komplette Feld überrundet hatte, war ihm der 14. Saisonsieg nicht mehr zu nehmen. Für den überrundeten Bandura, der als Erster über die Ziellinie fuhr, blieb deshalb nur Platz fünf. „Das war für uns als Bundesliga-Fahrer heute ein gutes Training, das auch noch viel Spaß gemacht hat“, sagte Garthöffner. Lukas Märkl, der jüngere Bruder des Junioren-Vize-Weltmeisters Niklas Märkl (Sunweb Developement Team), konnte seinem Kollegen aus dem rheinland-pfälzischen Bundesliga-Team Wipotec am Ende nicht mehr folgen und landete auf Platz zwei. „Gegen Robin habe ich im Sprint keine Chance“, räumte Märkl ein. Auch der Drittplatzierte Max Rung im Trikot der RIG Vorderpfalz strahlte. Es war sein erster Podestplatz in der C-Klasse. „Wir haben als Gruppe hervorragend harmoniert und hatten auch keine Mühe ins Feld hineinzufahren“, verdeutlichte Rung.

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