Ludwigshafen Die Super-Senioren

LUDWIGSHAFEN. Die Alten können es noch. Olympiasieger, Europameister, Europacup-Sieger, Nationalspieler – der Dürkheimer HC III hatte in der Hallenhockey-Oberliga gegen den TFC Ludwigshafen am Samstag alles aufgeboten. Mit 11:6 (5:3) fegten Christian Mayerhöfer, Peter Schumacher, Uwe Krauß, Michael Purps und Co. den TFC aus dem Schulzentrum Mundenheim.

Dürkheim festigte seine Position als Spitzenreiter und machte seinem Namen als „Übermannschaft“ der Liga alle Ehre. Die Ludwigshafener dürfen als Tabellendritter trotz der Niederlage weiter auf den Aufstieg in die Zweite Regionalliga hoffen. Die TG Frankenthal II liegt nur einen Zähler vor Ludwigshafen. „Das Spiel ging mir ziemlich an die Substanz“, resümierte TFC-Trainer Philipp Grimmer. Er kritisierte die Vorstellung seines Teams und anerkannte den Dürkheimer Sieg als verdient. Der TFC blieb größtenteils hinter seinen Erwartungen zurück. Einzig Torhüter Caspar Pörksen spielte gut und verhinderte damit Schlimmeres. In unzähligen Situationen ließen ihn seine Vorderleute im Stich. „Mir tat heute unser Torhüter leid. Der Junge war ständig Zwei gegen Eins in Unterzahl. Wir standen nicht kompakt genug und haben den Gegner regelrecht zum Toreschießen eingeladen“, haderte Grimmer, dessen Team zu Beginn zwei Chancen nicht nutzte. Stattdessen sorgten die Dürkheimer mit einem Dreierpack von Thorsten Böckler, Uwe Krauß und Christian Mayerhöfer für einen zunächst beruhigenden Vorsprung. Ludwigshafens Herren fingen sich danach, spielten anschließend munter mit und schafften durch drei Strafecken, die alle von Sebastian Minges verwandelt wurden, den 3:3-Ausgleich (24.). Dürkheim agierte abgeklärt, nutzte jeden – wenn auch noch so kleinen Fehler – aus. Wie in der 25. Minute als Uwe Krauß mit einem wunderbaren Rückhandschuss zum 4:3 für den DHC III einlochte. Mayerhöfer sorgte für den Zwei-Tore-Vorsprung zur Pause, den die Dürkheimer bis zum Ende auf fünf Treffer ausbauten. „Wir laufen zu viel mit dem Ball, kassieren viel zu einfache Tore und können momentan nicht die Konstanz auf den Platz bringen“, erklärte Grimmer. Immerhin: Auf ihre Strafecken konnten sich die Ludwigshafener verlassen. Fünf der sechs Tore entstanden aus der Standardsituation heraus. Fabian Magin verkürzte direkt nach der Pause per Strafecke auf 4:5, aber die Dürkheimer legten immer wieder nach. Zweimal traf in der zweiten Halbzeit noch Leo Schnotale, aber auch er konnte die Niederlage der Löwen nicht mehr abwenden.

x