Handball Die Sorgen der Handballerinnen der TSG Friesenheim

Martin Buschsieper, Trainer der Oberliga-Handballerinnen der TSG Friesenheim.
Martin Buschsieper, Trainer der Oberliga-Handballerinnen der TSG Friesenheim.

Nach normalen Maßstäben könnten am Wochenende wieder alle Ludwigshafener in der Handball-Oberliga antreten. Lang war die Pause vor allem für die Damen der TSG Friesenheim, die zunächst Absagen der gegnerischen Mannschaften verarbeiten mussten und anschließend einen Corona-Ausbruch im eigenen Kader hatten.

„Wir hatten jetzt vier Wochen Stillstand“, verdeutlichte TSG-Trainer Martin Buschsieper die Situation. Sieben kranke Spielerinnen seien der Höchststand in der Vorwoche gewesen. Auch Trainer Buschsieper fehlte zeitweise mit einem positiven Test. „Es ist generell schwer, jetzt wieder den Ehrgeiz für die Restrunde zu entwickeln“, sagt er. Zumal die Rückkehrerinnen zwar als gesund gelten, aber körperlich deutlich angeschlagen ins Training zurückgekommen sind. „Diese Spielerinnen können wir maximal fünf bis zehn Minuten belasten“, erläutert Buschsieper. Und dann kommt mit Spitzenreiter TSV Kandel gleich die schwerste aller möglichen Aufgaben am Samstag, 17 Uhr, ins TSG-Sportzentrum.

Buschsieper sieht es emotionslos. „Aktuell haben wir einen positiven PCR-Test im Kader, und wir haben es Kandel freigestellt, ob sie spielen wollen. Und sie wollten“, sagt der TSG-Trainer. Deshalb werde auf alle Fälle gespielt. „Das Risiko eines Ausbruchs im Kader war vor der Runde allen Trainern und allen Spielerinnen klar. Wir haben uns dafür entschieden, dass wir diese Runde spielen wollen.“ Es wäre deshalb nun inkonsequent, in dieser Entscheidung zurückzutreten, meint Buschsieper.

Friesenheim kann nicht mehr absteigen

Auch wenn sich der sportliche Ehrgeiz gegen Kandel darauf beschränkt, dass die TSG-Mannschaft zum Spiel antreten wird. „Vorgaben gibt es keine. Wir spielen einfach“, sagt Buschsieper, der sich in einer relativ komfortablen Lage sieht. „Mit dem Abstieg haben wir ja nichts zu tun.“

Die Damen der VTV Mundenheim empfangen am Sonntag, 16 Uhr, im Schulzentrum Mundenheim den Tabellenvierten TV Bodenheim, könnten mit einem Sieg den Rückstand auf den Tabellennachbarn auf drei Zähler verringern. Die Herren der VTV Mundenheim hatten zwei Wochen Pause. Für den Spitzenreiter geht es am Sonntag, 18 Uhr bei der MSG HF Illtal wieder um Punkte. VTV-Trainer Steffen Schneider beschreibt die Situation mit Humor: „Alle Corona-Kranken sind wieder genesen und wir haben derzeit Null Neuinfektionen. Unsere Sieben-Tages-Inzidenz kann ich leider nicht sagen.“ env

x