Ludwigshafen
Das sind die Direktkandidaten für Ludwigshafen bei der Landtagswahl, darunter 15 Neulinge
Am 22. März wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt. Die Landeslisten der Parteien stehen seit Mittwoch fest, sie bestimmen über die Zweitstimme, welche Kandidaten künftig in Mainz das Parlament stellen werden. Es gibt aber auch noch Direktkandidaten in den verschiedenen Wahlbezirken im Bundesland, die über die Erststimme ihr Mandat erhalten können.
In Ludwigshafen gibt es zwei Wahlbezirke. Zum einen den Wahlkreis 36, der aus den Stadtteilen Nord, Süd, Friesenheim, Mundenheim und Rheingönheim besteht. Zum anderen gibt es den Wahlkreis 37, der sich aus den übrigen Stadtteilen Gartenstadt, Maudach, Oggersheim und Ruchheim zusammensetzt. Wer in welchem Wahlkreis direkt gewählt werden kann, hat der Wahlausschuss der Stadt am Mittwoch festgelegt.
BSW und Volt müssen Unterschriften vorlegen
Eigentlich stellt der Wahlausschuss nur anhand grundsätzlicher Formalien fest, ob die von den Parteien eingereichten Wahlvorschläge zulassungsfähig sind. Dazu gehören die Wahrung von Fristen, korrekte, persönliche Angaben und gegebenenfalls genügend Unterstützerstimmen bei kleinen Parteien. Zum Ausschluss eines Kandidaten, wie bei der Oberbürgermeisterwahl im vergangenen Jahr, kommt es nur höchst selten. Am Mittwoch nahm der Wahlausschuss, dem Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) vorsteht und der pro Wahlbezirk sechs weitere Beisitzer hat, die Listen anstandslos und einstimmig an.
Im Wahlkreis 36 stehen den Ludwigshafenern neun Kandidaten zur Wahl. Für die SPD geht Beatrice Wiesner ins Rennen, die stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende und Landeschefin der Jusos ist. Die CDU stellt Raymond Höptner auf, Ortsvorsteher in Mundenheim. Die Grünen vertritt Matthias Jurczak, ehemaliges Stadtratsmitglied und Sprecher des Kreisverbands. Johannes Thiedig ist für die AfD am Start. Er führt den Kreisverband und die Stadtratsfraktion. Auch die FDP stellt ihren Kreisvorsitzenden auf: Anes Avdic. Die Freien Wähler (FWG) gehen mit Hans Arndt ins Rennen – er war bereits für die Bundestagswahl nominiert. Für Die Linke, die nicht im Landtag vertreten ist, steht Jonas Leibig zur Wahl, Bezirksvorsitzender in der Vorderpfalz. Auch er war bereits Bewerber bei der Bundestagswahl.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und Volt mussten für ihre Kandidaturen jeweils 125 gültige Unterschriften von Unterstützern sammeln, da beide Parteien weder im Landtag noch im Bundestag vertreten sind. Für Volt tritt Anett Schneeweiß-Hachimi aus dem Landesvorstand der Partei an, für das BSW Alkasim Al-Jubori, der sich auch auf der Landesliste findet.
Noch fehlen Wahlhelfer
Für den Wahlkreis 37 stehen acht Kandidaten zur Wahl, denn die FWG stellte für den Bezirk keinen Kandidaten auf. Die SPD ist mit Parteichef Gregory Scholz vertreten. Der Oppauer ist bereits Landtagsabgeordneter und im August 2025 zum Generalsekretär der Landes-SPD aufgestiegen. Für die CDU steht Marion Schneid zur Wahl. Auch die Maudacherin ist Mitglied des Landtags und gehört dort zum Fraktionsvorstand. Die Grünen stellen Mirijam Mannefeld auf, sie trat politisch bisher wenig in Erscheinung. Der AfD-Kandidat ist Christoph Schmitt, Schatzmeister und stellvertretender Vorsitzender der Stadtratsfraktion. Für die Liberalen ist David Helmling am Start. Die Linke wird von Patrick Thiel vertreten. Auch im Wahlkreis 37 haben Volt und BSW ausreichend Unterschriften vorgelegt. Die ehemalige OB-Kandidatin Michaela Schneider-Wettstein ist Volt-Kandidatin, während Jan Mohammad, Stadtratsmitglied und Teil der Landesliste, für das BSW antritt.
In Ludwigshafen sind knapp 99.000 Menschen am 22. März wahlberechtigt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Noch werden einige Wahlhelfer für den Wahlsonntag gesucht, so OB Blettner. Interessierte können sich unter www.ludwigshafen.de online für den Dienst registrieren. Insgesamt helfen rund 1400 Menschen bei der Landtagswahl in dieser Form, informiert die Stadtverwaltung.