Schifferstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Cyberangriff auf Baufirma Heberger

Firmenzentrale von Heberger in Schifferstadt.
Firmenzentrale von Heberger in Schifferstadt.

Bereits vergangene Woche hat es einen Cyberangriff auf das Schifferstadter Bauunternehmen Heberger gegeben.

Das Bauunternehmen Heberger mit Sitz in Schifferstadt im Rhein-Pfalz-Kreis und international rund 1300 Mitarbeitern ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Diese RHEINPFALZ-Information hat eine Firmensprecherin am Montag auf Anfrage bestätigt. Der Hackerangriff erfolgte ihren Angaben zufolge bereits am Donnerstag, 7. Mai, kurz nach 7 Uhr. In einer Pressemitteilung erklärt Heberger dazu: „Trotz hoher IT-Sicherheitsstandards in unserem Hause haben unautorisierte Personen am 7. Mai vorübergehend Zugriff auf die IT-Systeme von Heberger erlangt. Dabei wurden Teile unserer IT-Systeme kompromittiert. Durch schnelles Reagieren unserer IT-Abteilung konnte der Angriff jedoch frühzeitig unterbunden werden. Bei dem Cyberangriff wurde eine sogenannte Ransomware eingesetzt. Wir haben unmittelbar ein externes und international tätiges Spezialisten-Team, bestehend aus IT-Forensikern, IT-Recovery-Spezialisten sowie Datenschutzexperten, und ein Cyber-Incident-Krisenmanagement beauftragt. Zur Stunde können wir leider noch nichts Konkretes mitteilen, da IT-Forensik-Spezialisten gerade mit Hochdruck dabei sind, den Umfang des Angriffs zu untersuchen.“

Erste Ergebnisse Ende der Woche

Mit ersten konkreten und belastbaren Ergebnissen rechnet das Unternehmen frühestens gegen Ende dieser Woche. Heberger stehe mit den zuständigen Strafverfolgungs- und Datenschutzbehörden in Kontakt. „Gemäß gesetzlicher Meldepflicht haben wir den Cyberangriff unverzüglich bei der

zuständigen Datenschutzbehörde angezeigt, unsere Juristen bereiten derzeit eine Strafanzeige vor“, heißt es weiter in der Mitteilung. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir jedoch positiv vermelden, dass wir auf allen Baustellen normal arbeiten können. In den administrativen Bereichen, in denen wir durch den Cyberangriff getroffen wurden, haben wir unsere Arbeitsorganisation bereits umgestellt, beziehungsweise sind diesbezüglich aktuell in der Umsetzung. Wir sind somit komplett handlungsfähig und werden alle für unseren Betriebsablauf notwendigen Aufgaben auch weiterhin erfüllen beziehungsweise erledigen.“

Das sagt die Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Ilona Volk (63, Grüne) sagte am Montag im RHEINPFALZ-Gespräch, sie habe bereits mit der Heberger-Geschäftsführung telefoniert und dem Unternehmen die volle Unterstützung der Stadt angeboten. Ihr Eindruck sei, dass Heberger auf einem guten Weg sei, das Problem in den Griff zu bekommen. „Heberger ist ein wichtiges Unternehmen für die Stadt und die ganze Region. Jeder weiß, was so ein Hackerangriff für eine Firma bedeutet.“

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