Ludwigshafen CDU: Ein Faschingsscherz

Placeholder-Image

Die Debatte über die städtischen Notunterkünfte für Obdachlose in der Flurstraße (wir berichteten) nimmt nach Ansicht der Mundenheimer CDU skurrile Formen an.

„Die Verantwortung für die Missstände in der Flurstraße im Baudezernat zu suchen, muss man wohl als Faschingsscherz einsortieren“, sagt die Sprecherin der Ortsbeiratsfraktion, Stadträtin Wilhelma Metzler, zur Kritik der SPD. „Das mag zwar originell sein, aber es hat mit der Wirklichkeit nichts tun. Die Bürger wollen solche rückwärtsgewandten Debatten gar nicht hören.“ CDU-Oberbürgermeisterkandidat Peter Uebel habe einen Vorschlag gemacht, wie man die Lage vor Ort verbessern sollte (Abriss der Wohnblöcke, Bau von Schlichthäusern, begleitendes Sozialkonzept). „Und wir als CDU vor Ort unterstützen diesen Vorschlag. Denn auch wir sind der Meinung, dass bauliche Veränderungen allein wenig bringen, wenn nicht gleichzeitig flankierende Maßnahmen ergriffen werden.“ Metzler zufolge handelt es sich dabei nicht um Wohnungen, in denen man auf Dauer wohnen solle, sondern Notunterkünfte für Obdachlose, die zum Teil eine lange soziale Abwärtsspirale vom bürgerlichen Leben bis hin zur Obdachlosigkeit erlebt hätten. „Deswegen geht es nicht in erster Linie darum, diese Unterkünfte möglichst schön und komfortabel zu machen, sondern das eigentliche Ziel muss sein, die Zeit der Obdachlosigkeit möglichst kurz zu halten.“ Neben den notwendigen baulichen Verbesserungen müsse alles getan werden, um diesen Menschen eine Chance zu geben, selbst wieder im Alltag zurecht zu kommen. |ier

x