Gewichtheben RHEINPFALZ Plus Artikel Bundesliga: AC Mutterstadt plant den letzten Schritt ins Finale

Letzter Heimauftritt in der Bundesliga: Nina Schroth.
Letzter Heimauftritt in der Bundesliga: Nina Schroth.

Die Gewichtheber des AC Mutterstadt peilen einen klaren Erfolg gegen Obrigheim an. Auch die eigene Saisonbestmarke wollen sie im Heimkampf verbessern.

Der AC 1892 Mutterstadt kann mit einem 3:0-Heimerfolg gegen den SV Germania Obrigheim den Einzug in das Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft vorzeitig perfekt machen. Das wäre ganz im Sinne der Pfälzer Heberikone Nina Schroth, die ihren letzten Bundesliga-Heimkampf bestreitet (19 Uhr, AC-Halle).

Der ACM (13:5) hat am vorletzten Wettkampfabend gegenüber dem deutschen Vizemeister Germania Obrigheim (12:6) die sportlich besseren Karten. Diesen Vorteil will sich die Staffel um Kapitänin Nina Schroth zunutze machen. „Wenn wir alle gegenüber dem letzten Wettkampf in Speyer noch einmal zulegen, dann kann das gegen nicht zu unterschätzende Obrigheimer funktionieren. Wir haben alle gut trainiert und wollen ins Finale Ende Juli nach Hannover. Darauf haben wir hingearbeitet“, will die 34-Jährige am Eisen vorangehen.

Saisonbestleistung im Visier

Vor zwei Wochen hat sich Schroth von der Form der Obrigheimer Staffel um den ehemaligen Europameister Nico Müller bei ihrer 830,7:879,8 Heimniederlage gegen überragende Speyrer vor Ort überzeugen können. „Unsere beiden Staffeln sind von der Qualität recht ausgeglichen. Es kommt darauf an, wer den besseren Tag mit den besseren Nerven erwischt. Ich zähle auch auf die Unterstützung unseres Publikums, da Obrigheim selbst immer viele Fans mitbringt“, freut sich Schroth auf einer stimmungsvolle Kulisse.

821 Kilopunkte ist die aktuelle Saisonbestleistung des ACM. Die Gäste aus dem Neckar-Odenwald-Kreis waren bisher knapp zehn Relativpunkte besser. Das hat nichts zu sagen, die kommen Gäste personell geschwächt in die Pfalz. Der zuletzt stärkste Obrigheimer, der lettische Olympiaheber Ritvars Suharev, fällt mit einer Schulterverletzung aus. Weiterhin dauerverletzt sind die deutschen Leistungsträger Sabine Kusterer und Matthäus Hofmann.

Protest noch ohne Folgen

Die Mannschaft des AC Mutterstadt hat ihr Potential in dieser Saison noch nicht ausgeschöpft. Nach der Einbürgerung von Yekta Jamali kann die Staffel mehr Punkte als zum Beginn der Saison erzielen. „Wir peilen auf jeden Fall eine neue Saisonbestleistung an. Wohin genau die Reise geht, wird der Wettkampfverlauf zeigen. Ich weiß, dass unser Team heiß auf diesen Wettkampf ist. Wir wollen vor voller Hütte und beim letzten Heimkampf von Nina den 3:0-Sieg“, sagt AC-Sportchef Stefan Mohr.

Die Gastgeber haben den Vorteil, dass Hristo Hristov als Schlussheber im Stoßen die entscheidende Last angehen kann. Eine Steigerung erwarten die AC-Verantwortlichen von Angel Rusev. Beim Derby in Speyer wackelte der Bulgare mit drei Fehlversuchen. Mehr als 151 Kilopunkte sollten möglich sein. Eine starke Fraktion bilden wieder die Frauen im Team: Nina Schroth, Yekta Jamali, Marie Scherer, Jaqueline Nygaard, Amelie Breuer und Sara Bechter.

Bezüglich des Mutterstadter Protestes gegen die Startberechtigung des türkischen Weltmeisters Muhammed Furkan Özbek im Kampf beim AV 03 Speyer ist noch keine Entscheidung des Verbands gefallen. „Ich hatte auf eine Entscheidung des Rechtsausschusses vor dem wichtigen Wettkampf gegen Obrigheim gehofft. Das ist aus welchen Gründen auch immer nicht passiert. Die Wertung hätte Auswirkung auf unsere Taktik haben können. Egal jetzt, wir wollen 3:0 gewinnen und würden uns damit im vorletzten Saisonkampf rechtzeitig den Einzug in das Finale sichern“, fasst Stefan Mohr zusammen. Ein Rat an die Fans hat der Sportliche Leiter und Hallensprecher noch: „Die Zuschauer sollten früher kommen. Die Halle wird durch die zu erwartenden Obrigheimer Hebefreunde rappelvoll.“

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