Ludwigshafen Briefe an die Lokalredaktion:

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Schon wieder eine klasse Kolumne ihrer Kollegin! (…) Da werde ich vielleicht doch noch Klassik-Fan!? Bin auf die kommenden Tipps in die Richtung gespannt. Große Freude hatte ich heute Morgen mit dem Quintessenz-Beitrag von Rebekka Sambale. Das war sehr erfrischend und klasse beschrieben. Großes Kompliment an Ihre Mitarbeiterin. Auch die Interviews mit dem Betriebsratsvorsitzenden der BASF und dem Oboe-Virtuosen Albrecht Mayer waren sehr lesenswert und auf hohem Niveau. Die Themenspreizung zeigt, wie man sich in so ganz verschiedene Genres einarbeiten muss. Herzlichen Dank für diese tollen Beiträge. Sehr geehrter Herr Dillinger, in der RHEINPFALZ habe ich gelesen, dass Sie unsere Stadt sauberer machen wollen. Das ist sehr lobenswert. Dafür wollen Sie aber auch die Gebühren für die Straßenreinigung um zirka 15 Prozent anheben. Das finde ich überhaupt nicht gut, denn ich bezahle die jährliche Gebühr, aber die Straße muss ich immer selbst reinigen. Es fährt zwar alle zwei Wochen eine Kehrmaschine durch die Merziger Straße (betrifft aber auch das ganze Viertel), aber auf der einen Seite ist die Straße mit parkenden Autos blockiert und somit kann die Straße nicht maschinell gekehrt werden. Ich hatte vor zwei Jahren dies schon moniert, aber bisher wurde auf meine Beanstandung erst einmal, und zwar kurz danach, manuell gereinigt. Ich bezahle zwar für eine Dienstleistung der Stadt Gebühren, erhalte aber keine Gegenleistung. Deshalb sollten Sie zuerst einmal Dienstleitungen erbringen, bevor Sie Gebühren erhöhen. Auf der Kurt-Schumacher-Brücke, Fahrtrichtung von Ludwigshafen nach Mannheim, ist die linke Fahrspur eine Baustelle, auf der rechten Fahrspur fahren täglich zirka 20.000 Kraftfahrzeuge von Ludwigshafen nach Mannheim, obwohl die Durchfahrt durch ein Straßenverkehrsschild (Verkehrszeichen 250: Verbot für Fahrzeuge aller Art – ergänzt mit „Baustellenfahrzeuge frei“, Bußgeld 15 beziehungsweise 20 Euro) verboten ist. Die zweifelsfreie Zuordnung zu der rechten Fahrspur ist durch die Anordnung der Schilder rechts von der rechten Fahrbahn gegeben. Das ist auch deswegen sicher, weil eine kurze Strecke weiter exakt in gleicher Weise ein Ständer mit zwei Verkehrszeichen (Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer, Überholverbot) aufgestellt ist. Die Mannheimer Polizei hat keine Lust, da irgendetwas zu tun (dabei würden sich 20.000 mal 15 Euro = 300.000 Euro pro Tag schon lohnen, trotz Überstundenentgelt), die Stadtverwaltung auch nicht. Ich weiß zwar nicht, wie an dieser Engstelle einer überholen kann (außer vielleicht zwei Motorräder sich gegenseitig), aber schneller als 30 Stundenkilometer kann man schon fahren. Gelten jetzt nur die Verkehrszeichen an dem einen Ständer, die am anderen aber nicht – und wenn, welche und warum? Wenn nichts zu loben ist, dann schweige ich – sagte einmal der ehemalige Bundespräsident Scheel. Wenn man dieses Haltung an die RHEINPFALZ anlegt, so muss man sich für den Artikel von Herrn Gierescher bedanken, den er über die Nominierung von Christiane Christen als Kandidatin für die Bundestagswahl geschrieben hat. Sehr ausführlich wird dargestellt, wie eine Wahl so stattfindet, welche formalen Voraussetzungen erfüllt sein müssen und so weiter. Deshalb kommt er auch zu dem Ergebnis, dass die AfD („in gewisser Hinsicht“, Anmerkung der Redaktion) eine Partei wie jede andere sei. Man darf gespannt sein, ob diese faire Berichterstattung auch im Wahlkampf (…) anhält.

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