Ludwigshafen/Frankenthal Besseres Bahn-Netz: Schreider froh über Richtungswechsel

Christian Schreider
Christian Schreider

„Mit dem Auf-Verschleiß-Fahren deutscher Schienenwege ist nun endgültig Schluss“, sagt der Vorderpfälzer SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Schreider zur jüngst erfolgten Einigung im Vermittlungsausschuss. Neu gestellt wurden die Weichen in dem gemeinsamen Gremium des Deutschen Bundestages und des Bundesrates für das Bundesschienenwege-Ausbaugesetz. „In diesem Gesetz steckt ein echter Richtungswechsel“, freut sich Christian Schreider, der Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages ist. Erstmals dürfe der Bund künftig auch die Instandhaltung der Gleise fördern und nicht erst Ersatzbauten. „So kann das marode Netz künftig viel besser gepflegt werden“, findet der Friesenheimer. Nachdem das Ausbaugesetz im Februar vom Bundestag verabschiedet worden war, hatte der Bundesrat das Vorhaben zunächst noch aufgehalten. Nach intensiven Verhandlungen sei nun jedoch die Einigung im Vermittlungsausschuss gelungen, „die vorgeschlagenen Änderungen können sowohl von Bundestag als auch Bundesrat noch diese Woche ratifiziert werden“, teilt Schreider mit.

Aus Sicht des 52-Jährigen ermöglicht die neue Gesetzesnovelle noch weitere Verbesserungen. So dürfe der Bund nun auch mehr in die Modernisierung der Bahnhofsempfangsgebäude investieren. „Das ist wichtig, denn diese sind die Visitenkarten des Zugverkehrs“, betont Schreider. „Zudem schaffen wir neue Finanzierungsoptionen für mehr Barrierefreiheit, Lärmschutz sowie Digitalisierung - und damit auch für mehr Kapazität im Netz.“ Ziel sei es, die Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit der Eisenbahninfrastruktur zu steigern, um dem wachsenden Personen- und Güterverkehrsaufkommen gerecht zu werden. „Damit einher geht deshalb auch der ehrgeizige Plan, 41 stark befahrene Strecken bis 2030 zu sanieren und die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit zu verbessern.“ Die Initiative beginne im Juli dieses Jahres mit einer fast sechsmonatigen Sperrung der Riedbahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim für eine vollständige Renovierung.

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