Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Baustelle Maudacher Straße: Früher fertig als geplant

Der Gehweg wurde zuerst erneuert, damit einher ging auch die Erneuerung der Querparkplätze im ersten Bauabschnitt.
Der Gehweg wurde zuerst erneuert, damit einher ging auch die Erneuerung der Querparkplätze im ersten Bauabschnitt.

Die Sanierung der Maudacher Straße ist in vollem Gange. Dass Teile der Pläne der Stadt nicht bei jedem Anwohner auf Begeisterung stoßen, zeigt sich bei einer Begehung.

Während die breiteren Gehwege in Maudach schon im neuen Glanz erstrahlen, ist der Bereich der Straße noch eine lange Baugrube. „Hier wurde bis zur Erde hinunter alles abgetragen“, erläutert Alexander Tremmel, Abteilungsleiter des Bereichs Straßenbau bei der Stadt, bei einem Rundgang über die Baustelle. Dass nun saniert wird, ist für viele Anwohner der Maudacher Straße eine Erleichterung. Jahrelang war sie nur noch ein Flickenteppich und der teils dichte Busverkehr holperte über die Rumpelstraße, die Erschütterungen brachten in den Häusern die Gläser zum Klirren.

„Da die Maudacher Straße auch Teil einer Kreisstraße ist, haben wir hier Fördermittel beim Land beantragt“, sagt Tremmel – 600.000 Euro in Zahlen. Was bei der Finanzierung des knapp zwei Millionen Euro teuren Projekts hilft, hat jedoch sehr viel Zeit in Anspruch genommen. „Die Bewilligung hat sehr lang gedauert“, sagt er. Hinzukomme, dass, bevor es eine Bewilligung für die Förderung gibt, auch nicht gebaut werden darf.

Erster Abschnitt früher fertig

Das Projekt wird nun in drei Bauphasen umgesetzt. Mit dem ersten und längsten wurde nun begonnen: Er erstreckte sich von der Querstraße Im Brühlen bis zur Kreuzung mit der Lindenstraße. „Wir arbeiten immer von Kreuzung zu Kreuzung, damit die Einschränkungen für die Anwohner so gering wie möglich sind.“ Trotz kleiner unvorhergesehener Hindernisse wie ein riesiger Betonklotz, in den ein ungenutztes Stück Rohr eingegossen war, kämen die Arbeiten sehr gut voran, sagt Tremmel: „Wir gehen aktuell davon aus, dass der erste Abschnitt bereits Ende September fertig sein wird und nicht erst im Oktober.“ Der letzte Rest der Straße soll dann bis Weihnachten saniert werden.

Auf dem neuen Gehsteig gibt es auch Platz für einen Baum.
Auf dem neuen Gehsteig gibt es auch Platz für einen Baum.

Man sei auch mit der Baufirma sehr zufrieden, sagt der Mann von der Stadt: „Das sieht man allein schon daran, wie ordentlich die Baustelle ist.“ Hauptziel der Arbeiten ist außer der Sanierung der Fahrbahn auch die Verbreiterung der Gehwege. „Bislang waren diese gerade mal 1,20 Meter oder weniger breit. Wenn dann die Mülltonnen draußen stehen, müssen Fußgänger mit Rollator oder Kinderwagen auf die Straße ausweichen“, sagt Tremmel. Nun werden die Fußwege mindestens zwei Meter breit sein. Auf der Fahrbahn sei dann immer noch genug Platz, damit sich zwei große Fahrzeuge wie Lkw und Busse begegnen können.

Neben der Sanierung der Fahrbahn war auch ein Ziel, die Gehwege breiter zu machen von 1,20 Metern und weniger wie bisher auf min
Neben der Sanierung der Fahrbahn war auch ein Ziel, die Gehwege breiter zu machen von 1,20 Metern und weniger wie bisher auf mindestens zwei Meter.

Neue Rohre, keine Glasfaser

Unter der Oberfläche werden auch Rohre und Hauschlüsse, wo Bedarf ist, erneuert. Eine Glasfaserleitung sei allerdings nicht Teil des Programms. „Bis zum Baustart hatte sich kein Netzbetreiber gefunden, der hier seine Leitungen verlegen wollte“, erklärt Tremmel. Es wird jedoch ein Blindrohr verbaut: „Dann muss, wenn es so weit sein wird, nicht die ganze Straße wieder aufgerissen werden.“ Bei dem Rundgang über die Baustelle melden sich auch immer wieder Anwohner bei Alexander Tremmel, meist mit kleinen Schäden an ihren Häusern. An einem Gebäude etwa sind durch die Arbeit mit der Rüttelplatte wohl kleine Schäden an der Hauswand entstanden, an anderer Stelle drückt sich etwas Wasser durch die Pflastersteine auf dem Gehweg. Tremmel notiert sich die Anliegen und verspricht, dass dem nachgegangen wird. Darum begeht er gerne die Baustellen in seiner grell-gelben Warnweste. So komme er mit den Leuten ins Gespräch.

Problem mit Parkplätzen

Einige Anwohner kritisierten Tremmel gegenüber, dass auf der neuen Straße einige Parkplätze wegfallen werden. Der Straßenbauexperte der Stadt denkt, dass das ein Trugschluss sein kann: „Aktuell sieht man hier nur eine lange Baugrube und lediglich die neuen Querparkplätze neben dem Bürgersteig.“ Dort werden ähnlich viele Parkplätze wie zuvor bereitstehen. „Parallelparken auf der Straße wird weiterhin möglich sein.“

Nicht jeder könne zufrieden gestellt werden, denkt Tremmel, obwohl die Pläne im Vorhinein ausgelegt worden seien. Allerdings sind kleine Änderungen im Rahmen des Möglichen noch machbar. Darum werde er prüfen, ob möglicherweise doch noch ein Stellplatz mehr neben den Querstellplätzen untergebracht werden kann. „Wir bauen ja schließlich für die Leute.“

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