Am Rande Als es in Ludwigshafen noch Kriegsspielgemeinschaften gab

Spielte 1943 bei den Junioren des 1. FC Kaiserslautern: Fritz Walter.
Spielte 1943 bei den Junioren des 1. FC Kaiserslautern: Fritz Walter.

Fünf Fußball-Mannschaften aus vier Ludwigshafener Vereinen gehörten zwischen 1941 und 1944 einer Spielklasse an, die heute auch Kennern des runden Leders fremd sein dürfte. Das war die Gauliga Westmark, zur Zeit der nationalsozialistischen Diktatur war es die höchste Spielklasse. 16 solcher Divisionen gab es im Dritten Reich. Die Teams kämpften in einer Endrunde um den deutschen Titel.

Eine der Mannschaften aus der Chemiestadt war die als KSG abgekürzte Kriegsspielgemeinschaft Ludwigshafen. Diese Bezeichnung war ein Begriff aus der Endphase des Zweiten Weltkriegs. In manchen Orten schlossen benachbarte Sportvereine damals ihre Mannschaften zu Spielgemeinschaften zusammen, weil sie allein nicht mehr genug Spieler hatten. Die anderen Ludwigshafener Gauliga-Teams waren TuRa, TSG 1861, SpVgg. Mundenheim und TB Oppau.

TuRa Ludwigshafen kickte wie der 1. FC Kaiserslautern, der VfR Frankenthal, Borussia Neunkirchen, der FV Metz und die TSG Saargemünd drei Jahre in der Gauliga. Der FK Pirmasens zog sich nach 14 Spielen damals aus nicht überliefertem Grund zurück. Die Ergebnisse aus Begegnungen mit dem FKP wurden annulliert.

Zur Gauliga Westmark gehörten neben den Ludwigshafenern die KSG Speyer, die KSG Saarbrücken, der FV Saarbrücken, der SC Altenkessel und aus dem besetzten Lothringen neben Metz und Saargemünd (Sarregemuines) die TSG Merlenbach. Gespielt werden sollte auch 1945, aber wegen des Kriegsverlaufs wurde die Saison nicht begonnen.

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