Ludwigshafen Aktuell notiert: Hemshof: Sechsfamilienhaus wegen Feuer evakuiert

Eine Wohnung im zweiten Obergeschoss wurde komplett zerstört.
Eine Wohnung im zweiten Obergeschoss wurde komplett zerstört.

Ein Feuer hat gestern Mittag eine Wohnung in einem dreigeschossigen Sechsfamilienhaus in der Kußmaulstraße (Hemshof) zerstört. Wie die Feuerwehr berichtete, wurde die Bewohnerin mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Zur Brandursache und zur Höhe des Schadens konnte die Feuerwehr gestern Abend noch keine Angaben machen. Die Polizei ermittelt und wird einen Gutachter einschalten. Das Mehrfamilienhaus wurde sofort geräumt, nachdem das Feuer gegen 12.24 Uhr im zweiten Obergeschoss ausgebrochen war und die Flammen bereits aus zwei Fenstern schlugen. Die Feuerwehr hatte den Brand dann schnell unter Kontrolle. Allerdings mussten die Wehrleute noch bis zum frühen Abend immer wieder Glutnester löschen, informierte die Einsatzleitstelle. Das unbewohnte Dachgeschoss des Hauses hat die Bauaufsicht gesperrt, weil es durch die große Hitze des Feuers in der darunter liegenden Wohnung beschädigt wurde. Die Bewohner der anderen Wohnungen durften gestern Nachmittag wieder in ihre vier Wände zurückkehren. Die seit vergangenen Freitag beim Bereich Umwelt, der Feuerwehr und der RHEINPFALZ aus Maudach und Mutterstadt eingegangenen Beschwerden über Geruchsbelästigungen sind laut Umweltbereichsleiter Rainer Ritthaler durch das Ausbringen von Kompost verursacht worden. Das hätten Kontrollen ergeben, sagte er auf Anfrage. „Maudach und Mutterstadt sind ländliche Bereiche mit Landwirtschaft. Insofern ist das Ausbringen von Kompost als Wirtschaftsdünger üblich. Der Gesetzgeber hat hier bewusst keine Regelungen in Hinblick auf Geruchsbelästigungen gemacht. Auch das Immissionsschutzrecht gibt hier keinen Ansatzpunkt“, informierte Ritthaler. Der von der Mutterstadter Recyclingfirma Zeller gelieferte Kompost bestehe aus Garten-, Staudenabfällen, Resten von Beet- und Balkonpflanzen sowie nährstoffarmen, aber Struktur bildenden Rohstoffen (Rinden, Gehölzschnitt). Er unterliege regelmäßigen Kontrollen. Die Landwirte versuchten, die Geruchsbelästigung erträglich zu halten, so Ritthaler.

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