Ludwigshafen Aktuell notiert: Feuerwehr stellt Messfahrten nach BASF-Unglück ein

Die Feuerwehr hat gestern die Messfahrten in den nördlichen Stadtteilen nach der BASF-Explosion im Nordhafen eingestellt. Seit 20. Oktober waren vorsorglich alle sechs Stunden Luftmessungen mit ABC-Erkundungsfahrzeugen vorgenommen worden, um potenzielle Gefahren für die Bevölkerung auszuschließen. Unmittelbar nach dem Explosionsunglück waren am 17. und 18. Oktober erhöhte Messwerte im unmittelbaren Bereich des Unfallorts auf dem Werksgelände und im angrenzenden Gewerbegebiet Nachtweide festgestellt worden. Alle weiteren Messungen zeigten keine erhöhten Werte und sind auf der Internetseite der Stadt einsehbar (im Netz: www.ludwigshafen.de). Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Einstellung der Messungen erfolgte, weil mittlerweile die Flüssiggasleitungen in einem Rohrgraben an der Unglücksstelle geleert wurden. Dies war von der Staatsanwaltschaft Frankenthal verfügt worden, um gefahrlos Teile der Rohrleitungen sicherstellen zu können. Die Pipelinestücke werden abtransportiert und dann von technischen Gutachtern untersucht, um den Unfallhergang genau rekonstruieren zu können. Nach der Freigabe des beschlagnahmten Unfallorts sollen die Reparaturarbeiten der BASF im Hafen starten. Aus noch ungeklärter Ursache ist am Mittwochabend ein 16-Jähriger am Rheinufer niedergestochen und schwer verletzt worden. Tatverdächtig ist ein 19-Jähriger, der in Untersuchungshaft ist. Das genaue Motiv für die Messerstecherei sei noch unklar, teilte die Polizei weiter mit. Die Tat ereignete sich um 20.45 Uhr auf der Promenade in Höhe der Konrad-Adenauer-Brücke (Mitte). Dort soll ein Streit zwischen mehreren Männern aus unterschiedlichen Nationen eskaliert sein. Der 16-Jährige wurde durch Messerstiche schwer verletzt und musste notoperiert werden. Der junge Mann sei inzwischen außer Lebensgefahr, sagte gestern Mittag ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Die Ermittlungen und Vernehmungen zu den Hintergründen seien wegen der Sprachbarrieren schwierig. Der 19-jährige Tatverdächtige ist noch am Tatort festgenommen worden. Gegen ihn hat der Haftrichter am Donnerstag Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags und vollendeter gefährlicher Körperverletzung erlassen. Am Donnerstagabend ist eine 81-jährige Ludwigshafenerin in der Zollhofstraße (Mitte) Opfer eines Handtaschenräubers geworden. Der Täter entriss laut Polizei der Seniorin gewaltsam die Handtasche und flüchtete zu Fuß. Das Opfer musste nach dem Raub ambulant im Klinikum behandelt werden. Die Polizei bittet unter Telefon 0621/963-2773 um Zeugenhinweise. Interessant seien vor allem Informationen zu einem unbekannten Zeugen, der die Tat beobachtet und die 81-Jährige angesprochen haben soll. |mix