Ludwigshafen Abstimmen noch heute möglich

Bei dem Wettbewerb „Google Impact Challenge“ werden lokale Projekte mit digitaler Technik ausgezeichnet. Drei Ludwigshafener Projekte sind unter den sechs Finalisten aus Rheinland-Pfalz. Bis heute Nacht kann abgestimmt werden.
Mitte. 10.000 Euro Förderung bekommen die Projekte, die bei der „Google Impact Challenge“ gewinnen. Die drei Projekte aus Ludwigshafen im Finale sind „LU teilt“, „Virtual Reality goes to school“ und die „Stolperstein App.“ „Ludwigshafen teilt“ stärkt die Idee des Teilens in Ludwigshafen und der Region und gibt den Tauschbörsen, Food- und Book-Sharing-Initiativen, den Freunden der „essbaren Stadt“, den Ideen für Repair-Cafés und Leihläden neue Impulse. Über ein Web-Portal und per App kann jeder seine Ressourcen mit anderen in Ludwigshafen teilen, tauschen, verleihen und schenken. Der Verein Initiative Lokale Agenda (ILA) will die Nutzung von Teil-Angeboten im Alltag vieler Ludwigshafener verankern und selbst neue Teil-Initiativen starten. „Gerade in unserer Stadt gibt es noch viel Potenzial für die neuen Ideen des nachhaltigen und sozialen Wirtschaftens“, sagt ILA-Geschäftsführerin Angelika Hornig. Das Projekt „Virtual Reality goes to school“ entwickelt und veröffentlicht ein Methoden-Set, um den Techniktrend „Virtual Reality“ sinnlich erlebbar und praktisch erfahrbar zu machen. Interessierte Lehrkräfte und Mitarbeiter in Jugendeinrichtungen werden so in die Lage versetzt, Prinzipien der Virtual Reality in der Bildung einzusetzen und Jugendliche zu motivieren in ihrer Kreativität. „Mit unserer Virtual-Reality-Brille ,mein-guckkasten‘ waren wir 2015 überregional erfolgreich, jetzt wollen wir noch eins draufsetzen“, sagt Steffen Griesinger, Leiter des Hauses der Medienbildung. Inzwischen 179 „Stolpersteine“ erinnern an vielen Orten in Ludwigshafen an Verfolgte in Zeiten des Nationalsozialismus. Der Verein „Ludwigshafen setzt Stolpersteine “ entwickelt eine App, die zu all diesen Steinen via Augmented Reality, so genannter „erweiterte Realität“, vor Ort genau recherchierte Hintergrundinformationen geben kann. Die Lebensläufe der Menschen, die im Dritten Reich getötet wurden, führen so konkret vor Augen, wohin Hetze gegen Minderheiten im Extremfall führt. „Die Stolperstein-App bietet Informationen in Texten, Bildern, Videos und Tondateien. Sie ergänzt unsere Bildungs- und Informationsangebote“, sagt Monika Kleinschnitger, Sprecherin von „Ludwigshafen setzt Stolpersteine“. (rhp) Im Netz Die Abstimmung läuft unter https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland. Jeder Teilnehmer hat drei Stimmen, die er abgeben kann.