Ludwigshafen Abstiegsduell

«MUTTERSTADT.» In der Fußball-Bezirksliga startet die FG 08 Mutterstadt morgen, 15.15 Uhr, mit einem Heimspiel gegen den FC 08 Haßloch in den zweiten Saisonteil. Beide Mannschaften zählen zum Kreis der abstiegsgefährdeten Teams.
Die Vorbereitungszeit bewertet Trainer Erdem Kar unterschiedlich. „Positiv ist, dass wir durchgehend trainieren konnten und nicht wie bei anderen Mannschaften Übungseinheiten ausgefallen sind“, sagt der Coach. Auf der anderen Seite ist der Kader aufgrund der anhaltenden Verletzungsmisere derzeit nur noch 16 Feldspieler stark. Vor allem in der Innenverteidigung, eigentlich das Prunkstück der Mutterstadter, ist die Personalnot groß. Timo Behling und Dominik Götz fallen weiterhin aus, und Fabian Gaupp hat sich nach Angaben des Trainers dem C-Ligisten FC Arminia III angeschlossen. Übrig bleiben Sebastian Schulz und Stefan Brose. „Um gewappnet zu sein, habe ich Jan Weingarte zum Innenverteidiger umgeschult“, berichtet Kar. Der 21 Jahre alte etatmäßige Linksverteidiger war vor der Winterpause ebenfalls verletzt und hatte sechs Partien verpasst. Zuvor stand er seit dem Saisonstart 2016/17 in 41 von 43 möglichen Bezirksligaspielen für die FG auf dem Feld. Jetzt ist Weingarte wieder fit und verteidigte im Testspiel gegen den ESV Ludwigshafen zentral. An seiner Seite agierte der langjährige Stammspieler Tamas Kocsis, der von den „Alten Herren“ reaktiviert wurde. Während es bei der FG, die in der vergangenen Saison die drittbeste Abwehr hatte, defensiv klemmt, sieht es offensiv gut aus. Ein Grund: Marco Reithermann, der zuletzt in München studiert hat, steht wieder zur Verfügung. Ihn zeichnen Dynamik, Ballsicherheit und Spielwitz aus. „Marco wird uns auf jeden Fall verstärken und weiterhelfen. Er versteht sich besonders mit David Höll sehr gut“, freut sich Kar. Stürmer Höll ist derzeit mit sechs Treffern der erfolgreichste Torschütze, gemeinsam mit Reithermanns Bruder Fabio. Der Coach betrachtet es nicht als Nachteil, dass er zum Saisonende geht. „Die Spieler sind ehrgeizig und wollen auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen. Da lässt sich keiner hängen“, verdeutlicht Kar. Der Übungsleiter weiß, dass die Haßlocher Niederlage gegen Freinsheim vor Wochenfrist die Aufgabe erschwert, baut aber auch ein bisschen auf die Statistik. Seit die Haßlocher 2014 in die Bezirksliga aufgestiegen sind, haben sie von sieben Partien gegen die FG keine gewonnen.