Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel 2. Regionalliga: TFC Ludwigshafen spielt gegen TSV Sachsenhausen 1:1

Rettet einen Punkt: Jonas Hanz (rechts) vom TFC Ludwigshafen, hier gegen Laurence Niedenthal (Hanauer THC).
Rettet einen Punkt: Jonas Hanz (rechts) vom TFC Ludwigshafen, hier gegen Laurence Niedenthal (Hanauer THC).

TFC Ludwigshafen und TSV Sachsenhausen trennen sich in der 2. Regionalliga 1:1 (0:1). Das hilft im engen Tabellenkeller nur bedingt weiter.

Entsprechend groß war der Druck. Die Verunsicherung beider Mannschaften war über weite Strecken deutlich zu erkennen. Die Partie blieb lange zerfahren, geprägt von vielen technischen Fehlern und nur wenigen klar herausgespielten Torchancen. Insgesamt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe.

Nach einer kurzen Ecke traf Niklas Kuhnis zum 0:1 (25.) für Sachsenhausen. Aus dem Spiel heraus ließ der TFC bis zur Pause dagegen kaum gefährliche Aktionen zu. Nach dem Wechsel übernahm Ludwigshafen zunehmend die Kontrolle, agierte aktiver, kam häufiger in die gegnerische Hälfte, ohne sich zunächst klare Chancen im Schusskreis zu erspielen.

Die größte Möglichkeit auf den Ausgleich bot sich schließlich Mitte des Schlussviertels. Gleich drei kurze Ecken in Folge blieben ungenutzt (49.). Eine weitere wenige Minuten später endete mit einer Parade des Schlussmanns Florian Forster (53.). Kurz nach dieser Szene bereitete sich der TFC darauf vor, den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Platz zu nehmen, um mehr Druck aufzubauen.

Gelb für Wagner

Doch 5:50 Minuten vor dem Ende sah Kevin Wagner eine Gelbe Karte. Ludwigshafen dadurch ganze fünf Minuten in Unterzahl. Der TFC nahm dennoch den Torhüter vom Feld, um zumindest wieder mit gleicher Spieleranzahl zu agieren. Die riskante Variante zahlte sich unmittelbar aus. Nur wenige Sekunden später landete ein lang geschlagener Ball bei Jonas Hanz, der frei vor dem Torhüter zum 1:1-Ausgleich einschob (56.).

Die ohnehin hektische Schlussphase wurde kurz darauf noch turbulenter. Sachsenhausen erzielte mit seinem ersten Abschluss der zweiten Halbzeit erneut den vermeintlichen Führungstreffer (58.). Bereits vor der Hereingabe in den Schusskreis war der Ball jedoch deutlich an das Bein von Benedikt Berger geprallt. Von dort sprang er zurück und wurde erst anschließend erneut in den Kreis geschlagen.

Während die Ludwigshafener Spieler sofort protestierten, ließen die Schiedsrichter die Szene zunächst weiterlaufen und erkannten den Treffer an. Der Ball lag bereits wieder am Anspielpunkt, ehe die Unparteiischen nach längerer Beratung ihre Entscheidung revidierten und das Tor zurücknahmen.

Ludwigshafen drängt

In den verbleibenden Minuten drängte Ludwigshafen nochmals auf den Siegtreffer, blieb offensiv jedoch ohne weiteren Erfolg. „Es war heute sicherlich kein hochklassiges Hockeyspiel. Man hat gemerkt, wie viel Druck auf beiden Mannschaften liegt. Die Schlussphase war dann etwas chaotisch. Ich verstehe den Pfiff definitiv, der ist auch richtig. Aber wenn man so entscheidet, muss das direkt passieren und nicht erst nach dem Tor“, erklärte Sachsenhausens Trainer Clemens Neumann nach der Partie.

Auf Ludwigshafener Seite überwog dagegen vor allem der Ärger über die ausgelassenen Möglichkeiten im zweiten Durchgang. „Wir hatten gerade in der ersten Hälfte enorm viele technische Fehler und haben oft leichtfertig den Ball hergeschenkt. In der zweiten Halbzeit war das deutlich besser, allerdings lassen wir zu viele Chancen liegen, vor allem nach den kurzen Ecken. Das ist natürlich ärgerlich. Am Ende sind wir aber auch froh über das Unentschieden“, bilanzierte TFC-Trainer Philipp Gippert.

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