Wasserball 2. Liga: WSV Ludwigshafen mit Standortbestimmung gegen Weiden

Wo steht sein Team? Spielertrainer Oliver Görge warnt vor dem SV Weiden.
Wo steht sein Team? Spielertrainer Oliver Görge warnt vor dem SV Weiden.

Sieg, Unentschieden, Niederlage – die Startbilanz des WSV Vorwärts Ludwigshafen in der zweiten Wasserballbundesliga hat bislang von allem etwas zu bieten. Für Spielertrainer Oliver Görge ist das Heimspiel gegen den SV Weiden deshalb ein wichtiger Fingerzeig für den weiteren Saisonverlauf.

Die kurze Weihnachtspause kam für die Ludwigshafener gleich doppelt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Auf der einen Seite wurde das WSV-Hochgefühl nach dem überraschenden Punktgewinn gegen Neustadt kurz vor Weihnachten direkt wieder ausgebremst. Zum anderen waren die ohnehin begrenzten Trainingsmöglichkeiten im Hallenbad Süd noch ein wenig stärker eingeschränkt, was sich zum Jahresauftakt mit der Niederlage in Nürnberg sofort bemerkbar gemacht habe. „Dort hat man gesehen, wie sich eine Mannschaft mit optimalen Trainingsmöglichkeiten entwickeln kann“, lobt Görge die Franken, die auf dem großen Spielfeld vor allem ihre Fitness und körperlichen Vorteile ausspielen konnten, die sie über die Vergangenheit mühsam erarbeitet haben – auch dank Möglichkeiten, von denen der WSV in Ludwigshafen nur träumen kann.

Positiv ins Heimspiel

Immerhin gehen die Gastgeber trotzdem mit einem positiven Gefühl ins Heimspiel gegen den Ex-Bundesligisten aus Weiden am Samstag um 18.30 Uhr im Hallenbad Süd, denn im Süddeutschen Pokal gab es gegen den unterklassigen SV Friedrichsthal einen ungefährdeten Erfolg zum Warmschießen. Für Görge aber kein echter Fingerzeig. „Ich brauche wohl noch ein oder zwei Spiele, bis wir wissen, wohin die Reise in dieser Saison geht.“ Denn die bisherigen Begegnungen standen allesamt unter den unterschiedlichsten Voraussetzungen im Hinblick auf Spielfeldgröße und Spielstil der gegnerischen Mannschaften.

Erster Gradmesser ist dabei Weiden, die allerdings gleich in zweifacher Hinsicht unberechenbar in Ludwigshafen antreten werden. Auf eine herbe Klatsche zum Saisonauftakt in Neustadt gab es einen einigermaßen ungefährdeten Sieg gegen Friedberg – allerdings auch mit teilweise anderem Personal. Das ist genau der zweite Knackpunkt in der Spielvorbereitung des WSV Vorwärts Ludwigshafen: „Man muss immer erst einmal abwarten, mit welchem Personal Weiden aufläuft, ob mit oder ohne die Spieler mit Erstligaerfahrung“, verdeutlicht Görge. Fest steht für ihn deshalb so oder so: „Die Aufgabe wird schwer!“

Immerhin erhält er so einen weiteren Fingerzeig über die tatsächliche Leistungsstärke der eigenen Mannschaft. Spätestens Mitte Februar, nach der Partie gegen Frankfurt, sei die Findungsphase dann endgültig abgeschlossen. Natürlich möglichst positiv. Dafür wollen die Gastgeber zunächst einmal an die Leistung anknüpfen, mit der sie dem turmhohen Favoriten Neustadt immerhin einen Punkt abgerungen haben. Personell kann Görge dafür aus dem Vollen schöpfen, nimmt aus dem Pokalspiel mit, dass sich auch Spieler aus der zweiten Reihe nach vorne spielen möchten.

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