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Dienstag, 25. Oktober 2016 Drucken

Ludwigshafen

Zur Sache: OB Lohse kündigt Sondersitzung des Stadtrats an

Von Steffen Gierescher

 

Das BASF-Unglück vom 17. Oktober hat ein politisches Nachspiel: Wie Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) gestern informierte, wird in Übereinkunft mit den Fraktionen für Montag, 7. November, 15 Uhr, eine Sondersitzung des Stadtrats einberufen, bei der die Ereignisse im Nordhafen im Blickpunkt stehen sollen. Lohse betonte, sie erwarte eine lückenlose Aufarbeitung der Vorfälle. Das nun zu erarbeitende Nachsorgekonzept müsse allen Interessen Rechnung tragen. „Wir erwarten weiterhin seitens der BASF Transparenz sowie eine umfassende Information der Öffentlichkeit.“ Alles müsse gründlich aufbereitet und sorgfältig bewertet werden.

Ähnlich äußerten sich die Fraktionsvorsitzenden der regierenden Rathauskoalition. „Wir halten es für dringend erforderlich, dass das tragische Unglück umfassend aufgearbeitet wird“, erklärten gestern Heike Scharfenberger (SPD) und Torbjörn Kartes (CDU). „Wir spüren bei den Menschen in unserer Stadt – speziell in den nördlichen Stadtteilen – nach den aktuellen Ereignissen eine große Verunsicherung. Sie erwarten Transparenz von der BASF und der Verwaltung im Umgang mit Stör- und Unglücksfällen und eine rückhaltlose Aufklärung des Explosionsunglücks sowie gegebenenfalls erforderliche Konsequenzen.“ Bei der Sondersitzung sollen demnach folgende Fragen geklärt werden:

„Die Sondersitzung soll dazu beitragen, die Menschen umfassend zu informieren und das Vertrauen in die Sicherheit des BASF-Stammwerks in Ludwigshafen zu stärken“, so Scharfenberger und Kartes.

Lohse hatte sich am Morgen ausführlich bei der Feuerwehr über deren Einsatz sowie die weiteren Schritte erkundigt und besichtigte die Unglücksstelle. Den Verunglückten und ihren Angehörigen sprach sie ihr Mitgefühl aus und trug sich ins Kondolenzbuch der Stadt ein. Als sich die Explosion ereignete, war Lohse im Ausland. In ihrer Funktion als Städtetagspräsidentin nahm sie – wie berichtet, – an einer internationalen Konferenz in Quito (Ecuador) teil. Als sie von dem Unglück erfuhr, buchte sie den Rückflug.

Auch eine Woche nach der BASF-Explosion kontrolliert die Verwaltung die Luft im Stadtgebiet weiter auf mögliche Schadstoffe. Lohse zufolge wird bei der Stadt eine Koordinierungsstelle eingerichtet, in der sich regelmäßig alle Fachbehörden und die Feuerwehr treffen. Da es während der jetzt anstehenden Spülungen von Reststoffen in den Leitungen immer noch zu gasförmigen Produktaustritten kommen kann, werden die Messfahrten in einem Sechs-Stunden-Rhythmus fortgesetzt. Südwest/Einwurf

 

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