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Mittwoch, 16. Januar 2019 Drucken

Rhein-Pfalz-Kreis

Vom Elend streunender Katzen

Vier Tierarztpraxen beteiligen sich an den bis 26. Januar laufenden Kastrationswochen

Von Gerd-Uwe Haas

Die Vermehrung freilaufender Katzen soll mit der Aktion der Tierschützer eingedämmt werden.

Die Vermehrung freilaufender Katzen soll mit der Aktion der Tierschützer eingedämmt werden. ( Foto: dpa)

«Böhl-Iggelheim/Hassloch.» Diese Woche haben landesweit Katzen-Kastrationswochen begonnen, an denen sich auch Haßlocher und Böhl-Iggelheimer Tierärzte beteiligen. Die bis zum 26. Januar laufende Aktion, die eine ungehemmte Vermehrung freilaufender Katzen verhindern soll, wird vom Haßlocher Tierschutzverein unterstützt.

Allein in Deutschland leben nach Angaben des 1. Tierschutzvereins Haßloch und Umgebung rund zwei Millionen Katzen auf der Straße, in Hinterhöfen oder in stillgelegten Industriegebäuden. Diese Katzen seien meist sehr scheu und führten tagein, tagaus einen harten Kampf ums Überleben – im Verborgenen. Alle Straßenkatzen, auch freilebende Katzen genannt, stammten ursprünglich von Hauskatzen ab, die nicht kastriert worden seien.

Auf das Elend von streunenden und verwilderten Katzen im Gebiet von Haßloch und Böhl-Iggelheim macht der 1. Tierschutzverein Haßloch seit Jahren immer wieder aufmerksam. Diese Tiere befinden sich oft in einem bemitleidenswerten Zustand, leiden an Mangelerscheinungen, Krankheiten und Parasiten. Um die Vermehrung freilaufender Katzen einzudämmen, ist es laut Tierschutzverein unerlässlich, dass alle Katzenfreunde die Tiere, die sie versorgen, auch kastrieren lassen. Nur so könne dem „jährlichen Elend von Jungkatzen im Frühjahr“ entgegengewirkt werden.

Bei der 2006 ins Leben gerufenen Aktion des Deutschen Tierschutzbunds, Landesverband Rheinland-Pfalz, werden Katzen im Frühjahr kastriert, damit sie im Sommer keine Jungen bekommen. Da eine Kastration bei deren Besitzern oftmals an den notwendigen finanziellen Mitteln scheitert, bieten Tierschutzvereine in der Aktionszeit Hilfe an. Wer sein Tier während dieses Zeitraums unfruchtbar machen lässt und die vom teilnehmenden Tierarzt ausgestellte Bescheinigung bei den Tierschutzvereinen vorlegt, bekommt einen Zuschuss bezahlt. Finanziert wird die Aktion über einen Fonds, in den Spenden der teilnehmenden Tierärzte und der Tierschutzvereine fließen. An der Aktion beteiligen sich insgesamt vier Tierarztpraxen in Haßloch und Böhl-Iggelheim.

Kontakt

— An der Katzen-Kastrationsaktion bis 26. Januar nehmen folgende Tierarztpraxen teil: Xaver Rösch, Dr.-Siebenpfeiffer Straße 13, Haßloch; Kirsten Keidel, August-Bebel-Straße 5, Haßloch; Regina Himmelsbach, Eisenbahnstraße 42, Böhl-Iggelheim; Jutta Lautenschläger, Zeppelinstraße 2, Böhl-Iggelheim.

— Weitere Infos beim Tierschutzverein, Telefon 06324/4944, tierschutzverein.hassloch@t-online.de, und im Internet unter www.tierschutzverein-hassloch.de.

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