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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Ludwigshafen

Trennung nicht verkraftet?

Landgericht Frankenthal befasst sich mit Beziehungstaten

Elf Straftaten enthält die Anklage in einem Prozess gegen einen 40-Jährigen aus dem Rhein-Pfalz-Kreis, der gestern vor der Zweiten Strafkammer des Landgerichts Frankenthal begonnen hat. Ihm werden unter anderem räuberische Erpressung, Körperverletzung und Nötigung, vorgeworfen. Eine Tat ist in Ludwigshafen passiert.

Die Delikte soll der Mann zwischen Oktober 2017 und April 2018 begangen haben. Zu dieser Zeit war das Ende einer etwa dreijährigen Beziehung zwischen dem 40-Jährigen und einer 22-jährigen Bad Dürkheimerin, die Straftaten stehen überwiegend in Zusammenhang mit dieser Trennung.

Im Oktober 2017 habe sie Schluss gemacht, danach habe sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Ex-Freund gewollt, sagt die Frau. An Silvester 2017 sei das Ende gewesen, vorher und auch danach sei man auf Drängen der Frau immer wieder zusammengekommen, meint der Mann. So unterschiedlich wie die beiden das Ende der Beziehung schildern, so unterschiedlich sind auch ihre Darstellungen der Vorfälle, die den 40-Jährigen auf die Anklagebank brachten.

Einen Vorfall gab es im Februar 2018 vor der Schule in Ludwigshafen, in der die Frau Schülerin war. Der 40-Jährige soll die Frau am Hals gepackt und zu Boden gestoßen haben. Er habe die Frau „am Rucksack heruntergerissen“, weil er wütend gewesen sei, da sie überall Lügen über ihn verbreitet habe, etwa dass er impotent sei. „Er hat mich geschubst, und ich bin hingefallen“, so die 22-Jährige. Außerdem habe der Angeklagte versucht, sie zu schlagen und zu treten.

Bereits am 8. Oktober 2017 soll der 40-Jährige die Frau in Lambsheim auf der Straße auf den Boden gestoßen, geschlagen, gewürgt und gegen eine Straßenlampe gestoßen haben, so steht es in der Anklage. An Silvester 2017 soll der 40-Jährige laut Anklage die Frau in Bad Dürkheim vor der Wohnung ihrer Eltern mit einem Schlagring bedroht und gedroht haben, ihr die Zähne auszuschlagen, wenn sie ihm kein Geld gibt. Der Angeklagte sagt, dass man gemeinsam auf eine Party gehen wollte. Die Frau habe sein Auto gehabt. Dieses Auto sei Hauptgrund aller Auseinandersetzungen, so der 40-Jährige mehrfach.

Der 40-Jährige gibt zu, dass er in Bad Dürkheim ein Auto, das der Mutter der 22-Jährigen gehört, mit Kratzern beschädigt, am Auto ihres Vaters die Heckscheibe eingeschlagen und die Eingangstür zur Wohnung der Familie beschädigt hat. Gestanden hat er außerdem, dass er mehrfach ohne Führerschein Auto gefahren ist und Drogen besessen hat.

Der Prozess wird am 22. Januar, 9.30 Uhr, fortgesetzt. |ann

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