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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Rhein-Pfalz-Kreis

Prioritäten gesetzt

Ortsgemeinderat Neuhofen diskutiert Straßenbauprojekte – Reihenfolge der Gewichtung steht noch aus

Von Marion Bastian

Die Löcher in der Dieselstraße sollen alsbald repariert werden, finden die Ratsmitglieder.

Die Löcher in der Dieselstraße sollen alsbald repariert werden, finden die Ratsmitglieder. ( Foto: Lenz)

«Neuhofen.»Über die Fortführung des Straßenausbauprogramms hat der Neuhofener Ortsgemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag debattiert. Die Ratsmitglieder verständigten sich darauf, welche Sanierungen in den nächsten fünf Jahren Priorität haben. Bis zur nächsten Sitzung in drei Wochen soll die Reihenfolge geklärt sein.

Sobald die Erneuerung der Ludwigstraße sowie die Neugestaltung der Jahnstraße/Hauptstraße beendet sind, sollen in Neuhofen zügig neue Projekte in Angriff genommen werden. Verwaltung und Rat waren sich schnell einig, dass anstehende Bauarbeiten keinesfalls aufgeschoben werden können. Schon seit Jahren ist die Notwendigkeit umfangreicher Reparaturen in der Landsiedlung bekannt – diese umfasst die Rietburgstraße, Kropsburgstraße, Maxburgstraße, Kalmitstraße sowie Donnersbergstraße. Jetzt soll das Großprojekt definitiv geplant werden.

„Aufgrund der Straßensituation in Neuhofen haben wir eine neue Bewertung vorgenommen und die Arbeiten auf Dringlichkeit überprüft“, sagte der Leiter der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Rheinauen, Frank Juchem. Da in der Landsiedlung vor allem das marode Kanalsystem erneuert werden müsse, sei eine lange Planungsphase notwendig. Diese soll alsbald eingeleitet werden, damit das Projekt ab 2021 starten kann. Nach Vorschlag der Verwaltung soll zunächst mit der Sanierung der Woogstraße zwischen der Rehbachstraße und der Rehhütter Straße begonnen werden. Nach Instandsetzung der Landsiedlung soll ab 2023 die Dieselstraße zwischen Jahnstraße und Benzstraße, und im Folgejahr die Rehhütter Straße zwischen Woogstraße und Ludwigstraße an der Reihe sein. Die Gesamtkosten für das Ausbauprogramm von 2020 bis 2024 werden derzeit auf 4,42 Millionen Euro geschätzt und sind abhängig vom jeweiligen Ausbaustandard und der Auftragslage.

Dass diese Summe notwendig sei, um die Straßen wieder in Ordnung zu bringen, wurde von den Gemeinderäten keineswegs bezweifelt – wohl aber die Abfolge der Priorität. Die Dieselstraße sei derart marode, dass dort vorrangig mit der Sanierung begonnen werden solle, schlug die SPD vor. Und sie brachte einige Argumente ein: „Die Dieselstraße ist die Hauptzufahrt zum Gewerbegebiet und sie ist die wichtigste Zubringerstraße zum Baugebiet Birkenhorst/Kupfernagel“, unterstrich Fraktionssprecher Arthur Nasel. Eben weil diese Straße so miserabel sei, wählen die Autofahrer eher den Weg über die Carl-Reiß-Straße, die eigentlich verkehrsberuhigt sein sollte. Das Problem verschärfe sich noch, sobald dort die neue Kita fertiggestellt sei.

Der Parteikollege Roland Brendel machte auf ein weiteres Problem aufmerksam. Bei dem Generalentwässerungsplan, der vor mehr als zehn Jahren erstellt wurde, sei bereits bekannt gewesen, dass die Kanalisation in diesem Bereich brüchig ist. Er befürchtet, dass deshalb Abwasser im Grundwasser versickern könne. Und der Sozialdemokrat Wolfgang Kraus sieht die Umgestaltung dieses Straßenabschnitts als Möglichkeit, die Parksituation für Schwerlastfahrzeuge zu regulieren.

Die CDU räumte der Sanierung der Woogstraße wegen teilweiser Fahrbahnabsenkung den gleichen zeitlichen Stellenwert ein. Letztlich aber, und darauf verständigten sich Verwaltung und Rat gemeinsam, sei die Prioritätenfolge von der Kanalsanierung abhängig. Die Verwaltung wurde deshalb beauftragt, sich unverzüglich mit dem Abwasserwerk abzustimmen, wann frühestens das Kanalsystem in der Dieselstraße erneuert werden kann. Über dieses Gespräch werde die Verwaltung bereits in der nächsten Sitzung des Ortsgemeinderats im Februar berichten und dann die Prioritätenliste beschließen.

Ortsbürgermeister Ralf Marohn (FDP) räumte ein, dass die Liste des Ausbauprogramms längst nicht zu Ende ist und man die Dringlichkeit abwägen müsse. „Es gab beispielsweise auch Überlegungen, die Industriestraße in den Fünfjahresplan einzubeziehen. Aber es ist sinnvoll, erst mal die Fertigstellung des Kreiselausbaus abzuwarten.“

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