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Mittwoch, 15. Mai 2019 Drucken

Ludwigshafen

Ludwigshafen: Viel Bewegung in der Rhein-Galerie

Weitere Leerstände nach Auszug von Esprit und s.Oliver – Wechseln Läden aus Rathaus-Center an den Fluss?

Von Rebekka Sambale

Erst einkaufen, dann auf den Stufen am Rhein entspannen. Unser Foto zeigt das Einkaufszentrum noch vor der seit 2017 laufenden Umgestaltung, die den Haupteingang bunter gemacht hat.

Erst einkaufen, dann auf den Stufen am Rhein entspannen. Unser Foto zeigt das Einkaufszentrum noch vor der seit 2017 laufenden Umgestaltung, die den Haupteingang bunter gemacht hat. ( Archivfoto: Kunz )

Zwei prominente Bekleidungsgeschäfte, die kurz hintereinander schließen werden. Auch die niederländische Warenhauskette Hema hat sich aus der Rhein-Galerie verabschiedet. Was ist los im Einkaufszentrum am Fluss?

Der Esprit-Laden wird Ende Mai schließen – gerade läuft der Ausverkauf auf Hochtouren und bunte Aufkleber an den Scheiben versprechen günstige Preise. Seit wenigen Tagen ist auch bekannt: Der dem Esprit-Shop benachbarte s.Oliver-Laden wir Ende Juli dichtmachen. In der Rhein-Galerie ist bereits seit Jahresbeginn viel in Bewegung. Ende Januar hatte sich Hema verabschiedet, ein Zigaretten- und Zeitungsladen ist vom Ende des Erdgeschosses in den Eingangsbereich gezogen. Auf die Eröffnung des für März angekündigten Pizza Hut wird noch gewartet – beklebte Wände mit Jobangeboten weisen aber schon auf das Schnellrestaurant hin.

So viele freie Flächen? Centermanager Christoph Keimes sagt auf Nachfrage: „Es steht eine Umstrukturierung an.“ Das sei in den ECE-Einkaufszentren nach zehn Jahren turnusmäßig üblich und daher ganz normal. Schließlich liefen dann auch einige der Mietverträge aus – laut Keimes war das im Fall von Esprit und s.Oliver auch so. Auch, dass es in den nächsten Wochen und Monaten zu weiteren Veränderungen kommt, schließt er nicht aus. Stand heute stünden aber keine anderen Schließungen an.

Ziehen Geschäfte vom Rathaus-Center an den Rhein?

Keimes betont auch, dass alle derzeit oder bald leerstehenden Flächen nachvermietet werden – allerdings nicht sofort. Was genau zu besagter „Umstrukturierung“ gehört und wer als neuer Mieter ins Center kommt, soll voraussichtlich im Juni öffentlich kommuniziert werden, sagt der Manager. Die „Umstrukturierung“ werde bis zum Herbst 2020 abgeschlossen sein. Im September kommenden Jahres feiert das Einkaufszentrum seinen zehnten Geburtstag.



Fest steht, dass es in Laufweite noch ein zweites Einkaufszentrum gibt: das Rathaus-Center. Die Stadt wird es kaufen. Ende 2021 soll es, wie berichtet, schließen. Dieses Center am nördlichen Ende der Bismarckstraße wird ebenfalls vom Hamburger Unternehmen ECE betrieben. RHEINPFALZ-Informationen zufolge sollen einzelne Geschäfte vom Rathaus-Center in die Rhein-Galerie umziehen. Da in letzterer insbesondere größere Flächen frei werden, die durch internen Umzug und Zusammenlegung noch weiter vergrößert werden könnten, ist es wahrscheinlich, dass vor allem größere Mieter an den Fluss rücken. Keimes äußert sich dazu nicht.

Umgestaltung seit 2017

Zu den großflächigen Mietern im Rathaus-Center gehört neben dem Dänischen Bettenlager, TK Maxx und Rewe – den Lebensmittelmarkt gibt es allerdings schon in der Rhein-Galerie – auch der Elektromarkt Saturn. Nach Informationen dieser Zeitung ist es wahrscheinlich, dass der Elektromarkt ein neues Domizil in der Rhein-Galerie erhalten soll.

Seinem Center gehe es gut, beteuert Keimes. Der verkaufsoffene Sonntag im Mai sei trotz durchwachsenem Wetter „erfolgreich“ gewesen. Rund 4,5 Millionen Menschen pro Jahr kaufen in der Rhein-Galerie ein. Seit 2017 läuft eine Umgestaltung des Centers, das einem Union-Investment-Fonds gehört und von ECE betrieben wird. Union Investment investiert eigenen Angaben zufolge „über zehn Millionen Euro“ in die Neugestaltung.

Unter anderem wurden Food-Court und Eingangsbereich farblich verändert – auch im Inneren ist einiges neu, unter anderem durch Sitzecken. Im Außenbereich ist der Schiffsanleger für Flusskreuzfahrtschiffe hinzugekommen. Geplant ist des Weiteren neue Außengastronomie auf zwei Flächen. Laut Keimes laufen dazu Gespräche.

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