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Sonntag, 22. April 2018

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Montag, 16. April 2018 - 18:55 Uhr Drucken

Ludwigshafen-Ticker

Ludwigshafen: Heftige Debatte zur Sanierung der Hochstraße

Zwei Stunden debattierte der Ludwigshafener Stadtrat in einer Sondersitzung die Hochstraßenproblematik. Foto: mix

Zwei Stunden debattierte der Ludwigshafener Stadtrat in einer Sondersitzung die Hochstraßenproblematik. Foto: mix

Der Ludwigshafener Stadtrat hat sich in einer Sondersitzung am Montagnachmittag mit den Schäden an der Hochstraße Süd befasst. Wie berichtet, ist ein 500 Meter langes Teilstück so marode, dass es durch eine neue Brücke unter der sogenannten Pilzhochstraße gestützt werden muss. Die Stadtspitze um Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) betonte, dass es zu dieser Vorgehensweise keine Alternative gebe. Rückendeckung gab’s dafür von der großen Koalition im Rat, die angesichts der noch offenen Kosten Finanzhilfen von Bund und vom Land einforderte.

Scharfe Kritik der Opposition



Kritik hagelte es von der Opposition. FDP-Fraktionschef Thomas Schell warf Baudezernent Klaus Dillinger (CDU) fortwährende Fehler beim Baustellenmanagement der Verwaltung vor: „Herr Dillinger, Sie sind der falsche Mann am falschen Ort“. Hans-Uwe-Daumann von den Grünen sprach von einer „Katastrophe und Blamage für die Stadt Ludwigshafen.“ Sein Fraktionskollege Bernhard Braun warf der Verwaltung vor, etwa 500 Millionen Euro in die Hochstraßensysteme zu investieren, anstatt den Öffentlichen Nahverkehr für eine solche Summe auszubauen. Auch Oliver Sieh von der LKR-Fraktion (Liberal Konservative Reformer) sprach von „Inkompetenz“ und warf der Bauverwaltung vor, die Pilzhochstraße in der Vergangenheit nicht ausreichend instandgesetzt und somit die Schäden verschlimmert zu haben. Sabine Gerrasimatos (Linke) warf die Frage auf, was passieren würde, wenn durch die neue Brückenkonstruktion wichtige Parkflächen unter der jetzigen Pilzhochstraße in der Innenstadt wegfallen.

Ortsvorsteher warnt vor Grundsatzdebatten



Christoph Heller (CDU), Ortsvorsteher der Südlichen Innenstadt, erinnerte die Stadträte daran, dass der Verkehr in Ludwigshafen fließen müsse - dazu werde auch weiterhin die Hochstraße Süd benötigt. Grundsatzdebatten über die Vergangenheit und die Mobilität der Zukunft führten zu nichts. Und Bernd Laubisch (SPD) meinte: „Die Finanzierung ist schwierig. Wir dürfen aber nicht den Kopf in den Sand stecken und wir wollen unsere Stadt nicht kaputtgehen lassen.“

Stadtspitze weist Kritik zurück



Oberbürgermeisterin Steinruck und Baudezernent Dillinger wiesen die Kritik der Opposition zurück. Das Ausmaß der Schäden sei nicht absehbar gewesen. Überall in Deutschland hätten Städte Probleme mit alten Brücken. In den Unterhalt beider Hochstraßen seien seit dem Jahr 2000 rund 57 Millionen Euro geflossen. Die jahrzehntealten Konstruktionen seien statisch nicht für die heutige Verkehrsbelastung und den Schwerlastverkehr ausgelegt. Auch Kämmerer Dieter Feid (SPD) bekräftigte: „Es gab keine Versäumnisse bei den Kontrollen.“ Er will nun bis Herbst eine Finanzplanung auf die Beine stellen. Mit der Landes- und Bundesregierung soll über eine Beteiligung an den Kosten geredet werden, denn die Stadt könne das Projekt alleine nicht stemmen. OB Steinruck stellte klar: „Wenn uns keiner unterstützt, gibt es keine Alternative zu einer Sperrung der Hochstraße. “ Die Opposition mache es sich zu einfach, die Stadt brauche Lösungen.
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