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Montag, 04. April 2016 Drucken

Mannheim und Region

Immer diese Radfahrer

Stephanie Huber und Andreas Starker umrunden auf ziemlich sportliche Art die Welt

Von Volker Endres

 

Stephanie Huber und Andreas Starker sind zwei gute Zugpferde für das große Fahrrad-Jubiläum im nächsten Jahr in Mannheim. ( Foto: KUNZ)

Mannheim. Zweieinhalb Jahre auf dem Sattel: Am Samstag sind Stephanie Huber und Andreas Starker am Mannheimer Wasserturm zu einer Weltumrundung mit dem Fahrrad aufgebrochen. Im Frühherbst 2018 wollen die 27-jährige Viernheimerin und der 26 Jahre alte Heddesheimer von ihrer 40.000 Kilometer langen Fahrt wieder zurück sein.

 

Die erste von 900 Etappen ist noch übersichtlich. „Wir fahren in den Kraichgau. Das sind 60 Kilometer. Dort wollen wir bei meinem Bruder übernachten. Das wird das letzte Mal in einem richtigen Bett“, sagte Andreas Starker beim Abschied am Wasserturm. Danach ist Zelten angesagt. Essen wird in Satteltaschen verstaut. Die beiden wollen drei Kontinente und rund 40 Länder durchqueren. „Ungefähr. Unsere geplante Strecke kann sich jederzeit ändern. Je nachdem, wie die Gegebenheiten vor Ort sind“, erklärte Starker, für den lange Fahrradtouren keine Seltenheit sind. Er war schon mit dem Rad in Norwegen unterwegs, ist bis nach Istanbul – teilweise begleitete ihn seine Freundin. „Wir fahren eben beide gerne Rad“, sagte Stephanie Huber. Müssen sie auch, denn zwischen 30 und 130 Kilometer, je nach Geographie, wollen die beiden pro Tag zurücklegen. „Im Schnitt haben wir uns 80 Kilometer vorgenommen“, berichtete Huber.

Für den Anfang steht nur die grobe Richtung fest. Nach Osten soll es gehen und über die Türkei und den Pamir Highway nach Asien. „Da sind einige Punkte dabei, wo es brenzlig werden könnte. Da müssen wir vor Ort reagieren und entscheiden“, erzählte das Paar. Die Planungen dauerten rund ein Jahr. „Wann wir genau damit begonnen haben, kann ich nicht genau sagen“, so Huber. Nur dass es noch 2016 losgehen sollte, war für beide klar. „Wir haben beide unser Studium in Mannheim beendet. Deshalb ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt für so eine Tour“, sagte Huber. Allerdings sei nicht von Anfang an klar gewesen, dass es gleich eine Weltreise wird. „Wir wollten zunächst einmal nur weg. Alles andere hat sich im Verlauf der Planungen ergeben“, verriet Starker.

Rund 60 Kilogramm Gepäck hat Andreas Starker in den Taschen auf seinem Fahrrad verteilt, bei seiner Partnerin sind es zehn Kilo weniger. Dazu kommt das Gewicht der Räder, die in einem Viernheimer Fahrradladen zusammengestellt wurden. Gar nicht „serienmäßig“ sind etwa die gleich drei Halterungen für Wasserflaschen mit insgesamt 4,5 Liter Volumen. „Die reichen jetzt mal für heute. Auf anderen Etappen werden wir bis zu 15 Liter mitnehmen“, so Starker. „Das sind noch einmal zehn, 15 Kilogramm“, schätzte der Fahrrad-Abenteurer beim Aufbruch. Schließlich ist bei der Fahrt durch teilweise verlassenes Gebiet eher Stabilität gefordert. Deshalb ist in einer der Taschen auch Flickzeug mit dabei. „Das sollte zumindest bis Istanbul reichen. Dort bekommt man dann wirklich alles.“

Ansonsten sind die Taschen streng sortiert. „In der da hinten ist Kochzeug. Vorne Proviant und eine Tasche steckt voller Elektronik“, zählte Huber auf. Gerade die Elektronik sei dabei wichtig. Nicht alleine für die satellitengesteuerte Navigation und die die Versorgung der zur Tour gehörenden Internetseite, sondern für die passende Begleitmusik, denn an Steffis Lenker hängt ein kleines Abspielgerät, dass den Radlern durch die einsamen Stunden helfen soll.

Im Netz

www.ride-worldwide.com und www.monnem-bike.de.

 

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