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Samstag, 24. Juni 2017 Drucken

Ludwigshafen

„Europaweit außergewöhnlich“

Über 800 Schüler des Carl-Bosch-Gymnasiums sind am Sommerkonzert in der Friedrich-Ebert-Halle beteiligt. Diese Anzahl und die Qualität der Darbietungen haben auch die Mainzer Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) beeindruckt, die am Donnerstag zur Premiere nach Ludwigshafen gekommen war.

Von Olivia Kaiser

Eindrucksvoll und stimmgewaltig: die Schüler des Carl-Bosch-Gymnasiums bei ihrem Konzert.

Eindrucksvoll und stimmgewaltig: die Schüler des Carl-Bosch-Gymnasiums bei ihrem Konzert. ( Foto: KUNZ)

Acht Orchester, zwei Chöre, mehrere Tanzgruppen und Solisten sowie eine versierte Technikcrew aus Schülern gestalten die jährlichen Konzerte des Carl-Bosch-Gymnasiums. Gleich an vier Abenden wird diesmal die Friedrich-Ebert-Halle gefüllt – das würde sich so mancher Popstar oder Comedian wünschen. Das Motto des Konzerts lautet „Bewegte Bilder“, deshalb steht hauptsächlich Filmmusik auf dem Programm oder Songs, die in Filmen verwendet wurden. Zur Einstimmung spielte das Sinfonieorchester „Movie Scene V“ – eine Eigenkomposition von Joachim Schall, dem musikalischen Leiter.

So viele Nachwuchskünstler bei einem Schulkonzert, sei „europaweit außergewöhnlich“, zeigte sich die Landes-Bildungsministerin Stefanie Hubig beeindruckt. „Ich selbst habe nur Blockflöte gespielt“, bekannte sie. „Ich bin aber eine begeisterte Zuhörerin.“ Und begeistert sein, das konnte man wirklich bei den Darbietungen der Schüler. Dvoráks „Sinfonie aus der neuen Welt“, vorgetragen vom Sinfonieorchester, und das vom Kammerorchester gespielte „Orion and the Scorpion“ waren orchestrale Glanzlichter der ersten Hälfte.

Mit einem „Cinematic Medley“ kam der Jugendchor auf die Bühne. Zu den einzelnen Liedern gab es auch ein bisschen Bewegung, und bei der „Minions“-Hymne „Happy“ von Pharrell Williams klatschte das Publikum sofort eifrig mit. Der Verein der Freunde des Carl-Bosch-Gymnasiums, der das Konzert veranstaltet, hatte vorausschauend vorgesorgt und verkaufte wegen der Hitze nicht nur die Programmhefte, sondern auch Fächer.

Das sinfonische Blasorchester hatte mit „Writing`s on the Wall“ aus dem „James Bond“-Streifen „Spectre“ und Höhepunkten aus dem „Herkules“-Soundtrack Stücke mit Gesangbegleitung im Repertoire. Solistin Josefine Rau sang den Bond-Song mit etwas weniger Schmackes als Originalinterpret Sam Smith, doch diese zartere Version hatte viel Charme. Bei „Legendary“ aus dem Film „Power Rangers“ von Mittelstufen-Sinfonieorchester 2 und Mittelstufenblasorchester 2 kam nicht nur der Gesang, sondern auch gleich noch eine eindrucksvolle Tanzeinlage hinzu.

Nach der Pause schlug die Stunde des Oberstufenchors mit einer packenden Version von „Hanging Tree“ aus „The Hunger Games – Mockingjay Part I“. Bei „Song of the Lonely Mountain“ aus „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ überraschte Rayan El-Madani mit seinem bombastischen Bass. Als Mitglied des männlichen Vokalensembles, die zur Freude vor allem des jüngeren Publikums „Let Me Entertain You“ interpretierten, kam er nochmals auf die Bühne. Auch die jüngsten Gymnasiasten haben stets ihren Auftritt beim Konzert: Das Juniorblasorchester hatte seinen fulminanten Einstand mit „Pomp and Circumstances“.

Danach begann der rockige Teil des Konzerts. Die Bigband schwofte mit „Footloose“, und wurde dann mit Verstärkung aus den Blasorchestern bei „Through the Fire and Flames“ sogar zur Marching Band. Das Sinfonieorchester beschloss den Abend mit zwei Hits von Bonnie Tyler. Bei „Total Eclipse of the Heart“ brillierte Kristin Billinger als Sängerin. Das große Finale war „Holding out for a Hero“. Hier stürmte die Tanzgruppe in Superhelden-Kostümen die Bühne. Nach so einem Konzert können sich alle Beteiligten auch wie Superhelden fühlen.

 

Termine

Weitere Aufführungen: Samstag, 19 Uhr, und Sonntag, 18 Uhr, in der Friedrich-Ebert-Halle.

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