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Dienstag, 15. Januar 2019 Drucken

Rhein-Pfalz-Kreis

„Es war eine schöne Zeit“

Was war, was kommt (9): Hochdorf-Assenheims Bürgermeisterin Gabriele Böhle zum Ende ihrer Amtszeit

Von Markus Müller

Die Sanierung der Grundschule ist abgeschlossen – das freut auch die Ortsbürgermeisterin.

Die Sanierung der Grundschule ist abgeschlossen – das freut auch die Ortsbürgermeisterin. ( Foto: mamü)

Gabriele Böhle

Gabriele Böhle ( Foto: KUNZ)

«Hochdorf-Assenheim.» Von großer Bedeutung wird auch für Hochdorf-Assenheim die Kommunalwahl im Mai sein. Für Ortsbürgermeisterin Gabriele Böhle (CDU) markiert sie das Ende ihrer Amtszeit. Sie räumt den Chefsessel. Dennoch möchte sie der Politik nicht ganz den Rücken kehren.

Selbstredend hat Gabriele Böhle in ihren zehn Jahren als Ortsbürgermeisterin auch manche Herausforderungen meistern müssen. Doch unter dem Strich steht für sie zweifelsfrei fest: „Es war eine schöne Zeit.“ Den nahenden Abschied als Ortsbürgermeisterin versüßen ihr positive Rückmeldungen von Bürgern, die es schade finden, dass sie aufhört. Wobei: Ganz aus dem politischen Geschehen zurückziehen möchte sich die Christdemokratin nicht. „Ich werde für den Orts- und den Verbandsgemeinderat kandidieren“, kündigt sie an. Denn sie wolle weiter mitarbeiten und die politischen Gremien mit ihrer Erfahrung unterstützen. Doch bis dahin seien noch einige Monate Zeit, in denen es noch viel zu tun gibt. „Ich schaffe meine Arbeit bis zum Schluss“, verspricht die 65-Jährige.

Zu den wichtigen Aufgaben 2019 gehöre, ein neues Ausbauprogramm für die örtlichen Straßen zu beschließen. Passend dazu sieht das auslaufende Programm noch einige Projekte vor, die jetzt umgesetzt werden sollen: die Sanierung der Alfons-Legner-Straße in Hochdorf sowie der Oberstraße und Deidesheimer Straße in Assenheim. Die Arbeiten dort habe die Kommune eigentlich mit dem geplanten Ausbau der Hauptstraße verknüpfen wollen. „Der ist jetzt aber leider nicht mehr im Ausbauprogramm des Landes enthalten. Deshalb können wir nicht länger warten.“

Daneben stehen weitere Arbeiten auf den zwei Friedhöfen an. Zuletzt sei die Friedhofshalle in Hochdorf auch außen ausgebessert worden. Im neuen Jahr sollen die Wege auf beiden letzten Ruhestätten geebnet werden, um Stolperfallen zu beseitigen. „In den nächsten zwei bis drei Jahren sind immer wieder Verschönerungen geplant“, ergänzt die Ortsbürgermeisterin.

Schön sei darüber hinaus das große Jubiläum des TV Hochdorf: Der feiere 2019 nämlich sein 125-jähriges Bestehen. Ebenfalls erfreulich findet Böhle, dass die Sanierung der Grundschule nach zwei Jahren abgeschlossen ist. „Sie liegt uns als Ortsgemeinde selbstverständlich am Herzen, obwohl der Träger der Schule die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim ist.“ Fertiggestellt ist auch das neugestaltete Außengelände der protestantischen Kita Haus des Kindes in Assenheim. Den größten Teil der Arbeit hätten die Eltern mit Unterstützung des Vereins Naturspur erledigt, zuletzt beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar. „Sie haben sogar Sponsoren gesucht, das war eine super Aktion“, lobt sie.

Nicht so schön ist für Böhle der – bislang nicht erkennbare – Fortschritt bei der geplanten Ortsumgehung Assenheim. Die soll vom Verkehrskreisel an der A-65-Brücke ins benachbarte Rödersheim-Gronau führen und vor allem Lkw und Bussen den Weg durch die sehr engen Assenheimer Straßen ersparen – und auf diese Weise den Ortsteil vom Verkehr entlasten. Was den Baubeginn betrifft, ist sie nicht sehr zuversichtlich: „Ich bin gespannt, wann die Umgehung kommt.“ Darauf warten auch die Nachbarn in Rödersheim-Gronau, da die Straße ihr geplantes Gewerbegebiet besser an wichtige Verkehrsrouten wie die A 65 anschließen würde.

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