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Mittwoch, 16. Januar 2019 Drucken

Ludwigshafen: Lokalsport

Es geht auch ohne Mäzen

Fussball: ASV Fußgönheim spielt nach Rückzug des Hauptsponsors eine ordentliche Runde in der Verbandsliga

Von Thomas Leimert

Treffsicher: Julien Jubin (rechts) vom ASV Fußgönheim ist mit bislang neun Treffern bester ASV-Torschütze.

Treffsicher: Julien Jubin (rechts) vom ASV Fußgönheim ist mit bislang neun Treffern bester ASV-Torschütze. ( Foto: KUNZ)

«FUSSGÖNHEIM.» Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim hat in der ersten Saison seit vielen Jahren, die ganz ohne die Unterstützung des ehemaligen Hauptsponsors Klaus F. Meyer bestritten werden muss, einen guten Auftritt hingelegt. Die Mannschaft steht mit ausgeglichener Bilanz auf Rang neun.

Die Fußgönheimer haben in der Hinserie vieles richtig gemacht. Das begann mit der Auswahl von Fisnik Myftari (31) als Nachfolger von Trainer Jan Kamuf. Dem Kosovo-Albaner können die Spieler als ehemaligem Profi nichts vormachen. Außerdem hat der frühere Mittelfeldspieler einen guten Draht zu den Akteuren, zumal er mit vielen von ihnen noch zusammengespielt hat. Dies ist wichtig, denn so konnten einige der umworbenen Kräfte beim ASV gehalten werden. Auch mit den neu verpflichteten Spielern trafen die Fußgönheim fast durchweg ins Schwarze. Sie verbreiterten die Basis, wurden Leistungsträger oder waren zur Stelle, wenn Stammkräfte ausfielen.

„Ja, es hat Spaß gemacht. Mit der Leistung der Mannschaft bin ich zufrieden, auch mit der Punktausbeute“, sagt Myftari. Ganz wichtig sei, dass das Team viel Leidenschaft auf den Platz bringe und mit Herz Fußball spiele. „Dazu kommt eine tolle Moral. Die Mannschaft steckt nie auf“, lobt der Übungsleiter. Als Beleg dafür gelten die Partien gegen Bad Kreuznach (3:1), Hauenstein (4:2), Rüssingen (2:2) und Speyer (3:3), als die Fußgönheimer viermal hintereinander in Rückstand gerieten, aber jeweils ins Spiel zurückfanden und in diesen Begegnungen acht Punkte einsackten. „Wir sind in der Lage, vieles spielerisch zu lösen. Die Jungs hören zu und setzen meist um, was gefordert ist“, erklärt der Trainer. Bei den Partien gegen Steinwenden (3:1) und gegen Gau-Odernheim (1:1), als es nach begeisterndem Auftritt allerdings nur einen Punkt gab, sowie in der zweiten Hälfte des Spiels in Bad Kreuznach haben die Fußgönheimer am meisten überzeugt.

Die Spiele des ASV haben einen hohen Unterhaltungswert, weil das Team immer den Weg nach vorne sucht. „Es ist uns gelungen, eine gute Mischung zwischen Ballbesitz und Dominanz einerseits und schnellem Spiel in die Spitze auf der anderen Seite zu finden“, verdeutlicht Myftari. Verbessern könne Fußgönheim noch die Präzision des letzten oder vorletzten Passes. Die Schnelligkeit ihrer Stürmer müssten die Schwarz-Weißen noch besser nutzen.

Einer, der diese Bälle spielen kann, ist Steffen Euler, doch er war öfter verletzt oder angeschlagen und stand in keinem Spiele über 90 Minuten auf dem Feld. Der ASV hat 22 Akteure eingesetzt, davon kamen acht jedoch nur auf maximal acht Einsätze. Die restlichen 14 bildeten den Stammkader. Alle 18 Begegnungen machten Torhüter Marvin Gebhard und Stürmer Kai Gutermann mit, gefolgt von Jan Gutermann, Meridon Haxhija, Julien Jubin und Ronald Kesselring (je 17) sowie Endrit Leposhtaku (16).

Vor des Gegners Tor kann sich der ASV steigern. 27 Treffer sind ein eher unterdurchschnittlicher Wert. „Da fehlt uns mitunter das Abgezockte, ein bisschen mehr Cleverness würde uns im Abschluss gut tun“, betont Myftari. Die meisten Tore erzielte der frühere LSC-Stürmer Jubin (9). Kesselring folgt mit sechs Treffern vor Bischoff (4) und Kai Gutermann (3). Der flinke und geschmeidige Kesselring kam auf die meisten RHEINPFALZ-Bestnoten (9).

„In den letzten Partien haben wir es verpasst, eine bessere Platzierung zu erreichen. Da war der Akku leer“, hat Myftari erkannt. Zum Ausklang der Hinserie war der ASV viermal sieglos geblieben.

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