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Montag, 19. März 2018 Drucken

Ludwigshafen

Einfühlsame Lieder, begeisterte Fans

Schlagerstars Christian Lais und Jonathan Zelter spielen beim Benefizkonzert der Stiftung Lebensblicke in der Friedenskirche

Von Andrea Döring

Christian Lais übernahm den ersten Teil des Abends. Die Live-Band unterstützte später auch Jonathan Zelter.

Christian Lais übernahm den ersten Teil des Abends. Die Live-Band unterstützte später auch Jonathan Zelter. ( Foto: KUNZ)

„Leiden vermeiden“ – dazu haben am Samstagabend die Schlagerstars Christian Lais und Jonathan Zelter in der Friedenskirche in Friesenheim aufgerufen. Sie sangen beim Benefizkonzert der Stiftung Lebensblicke. Fast 200 Fans waren gekommen. Ganze Fanclubs mit Lais-Schals und Zelter-T-Shirts, die zum Teil von weither angereist waren, feierten ihre Stars, die rund drei Stunden mit der Live-Band spielten.

„Stell dir vor, es ist Vorsorge und keiner geht hin“, meinte Jürgen Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, bei der Begrüßung augenzwinkernd zum Thema Darmkrebsprävention. Er kennt seine Pappenheimer. Das unangenehme Thema Darmkrebs spricht er mit Humor an. Auch Lais und Zelter gehen offen und sehr persönlich bei ihren Ansagen darauf ein. Für die Stiftung Lebensblicke präsentierten sie in der Friedenskirche zum ersten Mal zwei Songs gemeinsam. „Träume sind stark“ und „Dich wiederzusehen“, die letzten Lieder vor der Pause, waren die Höhepunkte des Abends – trotz der vielen Zugaben der Sänger.

Lais präsentierte im ersten Set selbst geschriebene deutsche und gecoverte englische Lieder. Schon beim ersten Lied, „Die Zeit mit Dir“, sang und klatschte das Publikum begeistert mit und schwenkte bunte Leuchtstäbe. Beim Anstimmen der Liebeslieder ging immer ein Ah und Oh durch die Reihen. „Sie vergaß zu verzeihen“ und „Dein Kapitel im Tagebuch“ oder „You raise me up“ lauten die Titel dieser Lieder. Auf die Friedenskirche, die Lais wunderschön fand, ging er passenderweise in Leonhard Cohens „Halleluja“ ein. Doch auch nachdenkliche Lieder, die sich mit Armut, Krankheit und Tod beschäftigen, hatte er im Programm. „Mama Elaine“, der Engel der Straßenkinder von La Paz, gehörte dazu oder „Leben ist wie ein Windlicht“ und „Jenseits der Nacht“. Stehend sangen die Fans beim Hitmedley mit. Immer wieder suchte Lais auch den Kontakt mit dem Publikum. Bereitwillig meldeten sich die Fans auf die Frage nach Tagebuch-Schreibern und nach dem ersten Kuss. Lais sang seine Melodien, die das Publikum schön fand, am Samstag mit viel Gefühl.

Auch Zelter war nicht publikumsscheu. Er verließ immer mal wieder die Bühne und ging singend durch die Reihen der stehend mitklatschenden Fans. Bei seiner Ansage ging er ebenfalls auf das wichtige Thema Darmkrebsvorsorge ein. Die Titel der von ihm geschriebenen Stücke – „Purzelbaum“ und „Abenteuerzeit“ – erinnerten zunächst an Kinderspiele. Die Texte handelten jedoch vom wichtigen Thema Beziehungen. Stimmgewaltig präsentierte er überwiegend Liebeslieder. Vom Anfang mit „Du bist die Farbe“ und „Ein Teil von meinem Herzen“ über „Allein“ und „Supergirl“ bis zu „Man muss sich erst mal trauen“, dem glücklichen Höhepunkt, reichte der Bogen, den er am Samstag spannte. Das Publikum war begeistert. Immer wieder und vor allem beim beeindruckenden Finale riss er die Zuhörer von den Sitzen.

Doch nicht nur die Freude am gelungenen Konzert bleiben Fans und Sponsoren von diesem Samstagabend. Sie haben mit ihrem Eintritt und den Spenden auch noch Gutes für die Darmkrebsvorsorge getan. Wie groß die Spendensumme am Ende war, stand bis gestern noch nicht fest.

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