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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Ludwigshafen

„Diagnostikon“ eröffnet

Klinikum: Fünf Millionen Euro in Zentrum zur Krankheitserkennung investiert

Von Anette Konrad

Klinikum-Geschäftsführer Hans-Friedrich Günther und Prominenz bei der Eröffnungsfeier.

Klinikum-Geschäftsführer Hans-Friedrich Günther und Prominenz bei der Eröffnungsfeier. ( Foto: KUNZ)

Modernste bildgebende Technik für Kardiologie, Onkologie und Neurologie und die dazugehörigen Experten sind jetzt unter einem Dach zu finden: Gestern hat das Klinikum Ludwigshafen das Diagnosezentrum „Diagnostikon“ eröffnet.

Schon seit dem 7. Januar werden im „Diagnostikon“ die ersten Patienten behandelt. Das rund 250 Quadratmeter große Diagnosezentrum befindet sich im Erdgeschoss von Haus P, in dem auch Klinikum-Geschäftsführer Hans-Friedrich Günther sein Büro hat. „Das ,Diagnostikon’ ist eine Möglichkeit, Medizin auf dem aktuellen Stand der Technik zu betreiben“, sagte er sichtlich stolz. Denn das Zentrum, in dem Kardiologen, Neurologen und Onkologen zusammenarbeiten, sei eine außergewöhnliche Einrichtung. Nicht nur wegen der Investitionssumme von fünf Millionen Euro, die das Klinikum „aus eigenen Mitteln und ohne jede Förderung“ stemmte, so Günther, sondern auch wegen der benötigten Fachleute, über die das Haus verfüge. Für den Klinikum-Geschäftsführer ist das „Diagnostikon“ daher ein wichtiges Element im Wettbewerb um Patienten, aber auch um Mitarbeiter.

Der Name „Diagnostikon“ setzt sich aus Diagnostik und den Buchstaben K, O und N für Kardiologie, Onkologie und Neurologie zusammen. Erfunden hat ihn übrigens die leitende Radiologieassistentin Ersin Nar (wir berichteten). Mit diesen drei Bereichen bildet das neue Zentrum die drei Schwerpunkte des Klinikums ab. „Die Diagnostik ist die Eintrittspforte in die Therapie. Nur durch Diagnostik ist ein passgenaues Zuschneiden der Therapie möglich“, brachte der Leiter des Zentrums, Radiologie-Chefarzt Günter Layer, den Nutzen der Einrichtung auf den Punkt.

Mit dem neuen Angebot möchte das Klinikum sein ambulantes Angebot stärken. „Wir laden die ambulant arbeitenden Kollegen ausdrücklich zur Mit- und Zusammenarbeit ein“, betonte Layer. Sein Wunsch ist eine bessere Verzahnung der ambulanten und stationären Behandlung. Dafür sei Haus P durch seine Lage am Parkhaus der ideale Standort.

Das Herzstück des „Diagnostikons“ bilden zwei Geräte für die nicht-invasive Herz- und Gefäßdiagnostik mit – laut Layer – der neuesten Technik weltweit. Das eine ist ein sehr strahlenarmer und extrem schneller CT (Computertomograph), das andere ein MRT (Magnetresonanztomograph oder Kernspintomograph). Ihre Bilder helfen den Ärzten bei Diagnosen. Im „Diagnostikon“ arbeiten jeweils sechs Ärzte und Mitarbeiterinnen des technischen Dienstes .

Bevor dann die neuen Räume besichtigt werden konnten, stellten die Oberärzte Anselm Gitt und Bernd Cornelius die Arbeit des „Diagnostikons“ am Beispiel der Kardiologie in einem Vortrag vor.

Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) sagte, das „Diagnostikon“ trage wesentlich zum guten Image der Stadt bei, „Die medizinische Versorgung der Bürger ist einer der wichtigsten Faktoren für Lebensqualität in Ludwigshafen“, betonte sie.

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