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Donnerstag, 16. Mai 2019 Drucken

Ludwigshafen: Lokalsport

Dem Abstieg noch etwas näher

Handball: Die Eulen Ludwigshafen haben gestern Abend vor 1864 Zuschauern gegen den TVB Stuttgart 23:23 (11:9) gespielt. Dem Bundesliga-Schlusslicht fehlt am Ende ein Quäntchen Glück. Acht Punkte nach 31 Partien sind zu wenig für den Klassenerhalt.

Von Stefan Naumer

David Spiler, der hier gegen den Stuttgarter Torwart Johannes Bitter das Tor zum 6:7 erzielt, wird die Eulen Ludwigshafen zum Saisonende verlassen. Der slowenische Nationalspieler möchte in der Bundesliga bleiben.

David Spiler, der hier gegen den Stuttgarter Torwart Johannes Bitter das Tor zum 6:7 erzielt, wird die Eulen Ludwigshafen zum Saisonende verlassen. Der slowenische Nationalspieler möchte in der Bundesliga bleiben. ( Foto: KUNZ)

«Ludwigshafen.» Nach der 20:32-Pleite in Berlin gaben Kai Dippe und seine Kollegen die richtige Antwort auf dem Parkett. Einsatz, Moral und Leidenschaft zeigte die Sieben von Trainer Ben Matschke von Anfang an. Nach einer zwischenzeitlichen Drei-Tore-Führung (22:19) roch es förmlich nach dem dritten Saisonsieg. Der wäre beileibe nicht unverdient gewesen. „Wir haben endlich wieder unser wahres Gesicht gezeigt. Es ist sehr ärgerlich, dass wir uns und die Fans dafür nicht belohnt haben. Alex Feld hat ein Riesenspiel gezeigt. Schade, dass sein Wurf am Ende nur an den Pfosten ging“, erklärte Kai Dippe.

Mehrfach Kostproben seines Könnens gab Rechtsaußen Alex Falk. Bei seinen drei sehenswerten Treffern ging ein Raunen durch die Halle. „Am Ende ist es wie so oft in dieser Saison. Wir müssen eigentlich gewinnen, schaffen es aber nicht. Da war mehr drin. Gerade mit unserer starken Abwehr hatten wir die Stuttgarter gut im Griff“, ärgerte sich Falk. Das 21-jährige Eigengewächs wird den Eulen wie der Großteil der Mannschaft auch in der Zweiten Liga die Treue halten: „Ich habe Vertrag bis 2022. Ich will mit dieser Mannschaft wieder zurückkommen. Wir hätten nicht absteigen müssen.“

Verlassen wird die Eulen der im Winter verpflichtete slowenische Nationalspieler David Spiler. „Ich bedauere, dass wir nicht früher solche Spiele gezeigt und mehr Punkte geholt haben. Die Mannschaft hat Qualität und Klasse. Ich denke, das Team wird bald wieder im Oberhaus spielen. Das sind gute Jungs, und es ist ein gesunder Verein“, ist der Routinier überzeugt. Der Familienvater würde gerne in Deutschland bleiben und in der Ersten Liga spielen. Noch ist keine Entscheidung gefallen.

Mit den Eulen gefiebert hat gestern auch die Kaiserslauterer Olympiasiegerin und Weltmeisterin Miriam Welte. Die Radsportlerin macht derzeit ein Praktikum in der Sportredaktion des SWR und begleitete die Partie hautnah. „ Mir haben die Eulen gut gefallen. Sie haben vorbildlich gekämpft. Die Begegnung war spannend bis zum Schluss. Hoffentlich kommen sie wieder in die Bundesliga zurück“, hofft Welte.

Trotz des Punktverlustes und drohenden Abstieges hat das Team Eigenwerbung betrieben. Die Fans gingen nicht enttäuscht nach Hause. Diese Reaktion wollten die Verantwortlichen nach den letzten Niederlagen sehen: „Die Mannschaft lässt sich nicht hängen. Das spricht für den Charakter der Spieler. Ich bin überzeugt, dass wir in den Heimspielen gegen den Bergischen HC und Minden noch Punkte holen. Leider war es für die Klasse insgesamt zu wenig“, sagte Geschäftsführerin Lisa Heßler.

Noch einmal alles für ihre Lieblinge haben die Fans der Eulen gegeben. Nach dem engagierten Auftreten war der verlorene Punkt einfacher zu verzeihen. „Mit etwas Glück gewinnen wir und Kai Dippe macht wieder die Humba. Leider hatten wir in einigen Situationen Pech. Auch nach dem Abstieg wird es für Mannschaft und Fans weitergehen. Wir stehen zusammen und kommen wieder“, sagte Fanclubvorsitzender Peter Ackermann. Sport

 

 

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