Landau Wochenspiegel:

Placeholder-Image

„Mein Freund, der Baum, ist tot“, hat Alexandra in den 1960er-Jahren gesungen. So weit will es Umweltdezernent Rudi Klemm (FWG) nicht kommen lassen. Er hat die Landauer gebeten, die städtischen Bäume vor dem eigenen Haus zu gießen. Ansonsten seien Ausfälle durch die anhaltende Trockenheit zu befürchten. Laut gestrigem Hinweis eines Lesers muss diese Bitte dahingehend ergänzt werden, dass Sie die Gießkanne auch zum Einkaufen mitnehmen. Auf dem Aldi-Parkplatz in der Annweilerstraße ließen die Jungbäume schon schwer das Laub hängen. Wer das jetzt zu umständlich findet, kann Wasser im Markt kaufen, gießen, das Leergut zurückbringen und sich den Bon gleich auszahlen lassen. Wenn das nur oft genug passiert, greift bestimmt bald das genervte Personal zum Eimer. Ach, die armen Radfahrer. Kaum strampeln sie mal als kleine, harmlose Demo im Verband durch die Stadt, müssen Sie sich schon von Autofahrern beschimpfen lassen. Mal abgesehen von der einen oder anderen berechtigten klitzekleinen Kritik zeigt das, dass noch viel zu tun ist, bis die Radler gleichberechtigt sind. Schade. Noch leben die Südpfälzer wonnig im Landesgartenschau-Modus, genießen die lauen Sommerabende auf dem Gelände, schlürfen ein Gläschen Secco oder Wein vor der Vinothek. Großflächige Plakate schreckten die Genießer dieser Tage auf und zerrten sie ins gleißende Licht der Erkenntnis: Nur noch zehn Wochen, dann ist’s rum. Da kann die Vorschau auf den nächtlichen Abschied am 16./17. Oktober als „Genießer-Leuchten“ jetzt noch kein Trost sein. Also, nix wie hin.

x