Gossersweiler-Stein
Wie Kartoffeln wachsen: Kinder aus Gossersweiler-Stein lernen das Gärtnern
Das Projekt mit den Kindern des katholischen Kindergartens St. Elisabeth hat der Obst- und Gartenbauverein Wühlmaus im Zuge seiner Neuausrichtung und Erneuerung der Vereinsführung gestartet. Bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Pfälzerwald plus hatte sich der Verein für eine Förderung von ehrenamtlichen Projekten unter dem Namen „Insektenfreundliches Gärtnern mit dem Schwerpunkt Wildbienen“ beworben.
Das Gremium der LAG Pfälzerwald plus honorierte das ehrenamtliche Projekt mit dem Kindergarten mit 1500 Euro. Es fördere aktiv die Einbindung der Kindergartenkinder vor Ort und der Eltern in das Gemeinschaftsgeschehen und den Austausch im Dorf.
Der Obst- und Gartenbauverein Wühlmaus, der seit 1995 besteht, hat schon seit einigen Jahren ein Stück Land an der Landstraße im Ort gepachtet. Dort hegt und pflegt er verschiedene Bäume – unter anderem alte Apfelsorten, Johannisbeersträucher und Weinreben wachsen auf dem Grundstück. Nun pflanzt der Verein auch Kartoffeln an. Dabei mit von der Partie: die Kinder des ortsansässigen Kindergartens. Ziel des Projektes ist es, die Kinder einzubinden, die Natur zu schützen und erlebbar zu machen, wo Apfel, Weintraube und Kartoffel herkommen – und was es braucht, um diese Lebensmittel zu ernten.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
Vor jedem Ernten steht erst mal die Arbeit, erklären die Vorsitzende Christine Reinhardt und Projektleiterin Elisabeth Leiner den teilnehmenden Kindern. Also jetzt noch keine Pommes. Während des Einbuddelns gehen Marie und Eva ihre Lieblingsgerichte durch. Kapü (Kartoffelpüree) steht neben Pommes ganz oben. „Geschnitten“ (Bratkartoffeln) findet Eva mega. Leo liebt warmen Kartoffelsalat mit Würstchen und verspürt schon ein leichtes Hungergefühl. Los jetzt!
Leiner macht es den Kindern vor: kleine Löcher buddeln, Kartoffeln hineinlegen, natürlich in der richtigen Reihenfolge, und die Kartoffeln wieder mit Sand bedecken. Doch bevor sie in der Erde verschwinden, werden die Erdäpfel erst mal eingehend von den Kindern begutachtet. Die eine oder andere Kartoffel bekommt auch noch eine Streicheleinheit oder gute Worte mit. Franz hat eine Frage: „Wie lange dauert es, bis eine Kartoffel wächst?“ Leiner erklärt: Nach den Kita-Ferien und der Ortskerwe kann geerntet werden. „Des dauert also noch“, erwidert Franz.
„Und vorher“, so Reinhardt, „müssen die Kartoffeln mindestens noch dreimal besucht werden: Wachstum überprüfen, gießen, anhäufeln, und zum Schluss gibt es natürlich das große Grumbeerbraten über dem offenen Feuer.“ Auf Letzteres freuen sich schon alle.
Verschiedene Projekte geplant
Ein weiterer Schwerpunkt des Vereins liegt in der Erhaltung von Wildstauden für verschiedene Bienen- und Insektenarten. Über das Jahr verteilt gibt es neben dem Kartoffelprojekt noch einige Veranstaltungen – unter anderem einen Sensenkurs (am Samstag, 13. Juni), einen Schnittkurs, Pflanzaktionen und Fachvorträge zu verschiedenen Gartenthemen. Ein Picknick ganz in Pink steht am Sonntag, 21. Juni, an; jeder ist herzlich willkommen.
Info
Anmeldungen oder Fragen können an Vorsitzende Christine Reinhardt gerichtet werden unter der E-Mail reinhardt-gossersweiler@web.de.