Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Weiterer Beigeordneter in Landau: Kein unmoralisches Angebot

Hinter verschlossenen Türen soll im Rathaus über die möglichen nächsten Schritte gesprochen werden.
Hinter verschlossenen Türen soll im Rathaus über die möglichen nächsten Schritte gesprochen werden.

Die Verantwortlichen sollten mehr miteinander als übereinander reden. Die Bürger erwarten Ergebnisse.

Das fängt ja gut an. Noch bevor sich die politisch Verantwortlichen wegen eines möglichen vierten hauptamtlichen Stadtvorstandsmitglieds hinter verschlossenen Türen zusammensetzen und reden, kommunizieren sie über Pressemitteilungen.

Viele Bürgerinnen und Bürger haben genug vom Gezeter im Ratssaal. Auch Kommunalpolitiker beklagen das angeschlagene Bild Landaus in der Öffentlichkeit und wünschen sich, dass alle wieder an einem Strang ziehen. Doch dafür müssen sich alle bewegen.

Der Vorschlag der Stadtspitze an die SPD ist kein unmoralisches Angebot. Er kann die Kraft entfalten, die politische Mitte Landaus wieder zu einen. Die Verantwortlichen müssen nur wollen, und sie müssen es auch ehrlich mit den anderen meinen. Nur dann kann ein Neustart gelingen.

Auf dem Tisch liegt ein Paket, das die Sozialdemokraten schwerlich ausschlagen können. Die Morgengabe – das Baudezernat und die Zuständigkeit für das städtische Gebäudemanagement – bietet Gestaltungsspielräume und verspricht eine Arbeit im Stadtvorstand auf Augenhöhe.

Sind wir mal ehrlich: Bei der SPD läuft es auf die Fraktionsvorsitzende Jennifer Braun als Kandidatin hinaus. Sie ist erst seit den Kommunalwahlen 2024 im Landauer Stadtrat, hat also die alten Grabenkämpfe – vor allem mit den Grünen – nicht selbst miterlebt und könnte relativ unbelastet in die Verhandlungen gehen. Gelingt es ihr, die Reihen hinter sich zu schließen, dann wäre sie eine starke Kandidatin für den erweiterten Stadtvorstand.

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