Tag des Lokaljournalismus Warum Leser mit Aktenordnern zum RHEINPFALZ-Stand kamen
Ein Mann, der mit seinem Traktor bis in die Türkei fahren will. Ein Naturschützer, der jedes Jahr die Vogelbestände in der Südpfalz zählt. Und eine 87-jährige Dame, die bei der Recherche wegen der Verkehrsproblematik in ihrer Straße gleich noch ein historisches Geheimnis rund um die einstige Ziegelhütte in Landau gelüftet haben könnte. Am Tag des Lokaljournalismus feiert die RHEINPFALZ Geschichten, die vor unserer Haustür beginnen. Und davon hatten Sie, liebe Leserinnen und Leser, am Dienstag reichlich mitgebracht.
Denn auf dem Landauer Rathausplatz hatten Sie die Gelegenheit, mit so vielen Redakteurinnen und Redakteuren wie wohl sonst kaum ins Gespräch zu kommen. Nicht nur das Team der Landauer Lokalredaktion hatte sich versammelt, sondern auch die komplette Chefredaktion der RHEINPFALZ war angereist. Wir alle waren gespannt zu erfahren, was Ihnen auf dem Herzen liegt – oder was Sie einfach mal loswerden wollten. Und das waren oft gar nicht die großen, außergewöhnlichen Geschichten. Die müssen und sollen es ja gar nicht immer sein. Denn wir wollen über das berichten, was Ihr Leben bestimmt, Themen, mit denen jeder von Ihnen konfrontiert ist oder sein könnte.
„Instanz vor Ort, die hinschaut“
Etwa: Wieso werfen die Geldautomaten der Sparkasse am Wochenende kein Geld mehr aus? Wieso ist nach elf Jahren Kampf für Tempo 30 in Billigheim immer noch nichts passiert? Wieso werden die Anwohner der Landauer Mahlerviertels plötzlich fürs Parken so heftig zu Kasse gebeten? Solche Themen erreichten uns. Und die ein oder andere Geschichte dieses Tages werden Sie sicherlich bald in der RHEINPFALZ lesen können.
Denn es kam einiges zusammen. Neben der knuffigen RHEINPFALZ-Ape herrschte drei Stunden lang Dauerbetrieb. Überall bildeten sich kleine Grüppchen und waren in Gespräche vertieft. Und wir waren echt von den Socken, wie interessiert und engagiert die Besucher waren. Das Ehepaar mit dem Tempo-30-Problem hatte einen ganzen Aktenordner voll Unterlagen im Gepäck. Eine andere Frau holte alte Zeitungsartikel aus den 1980er-Jahren hervor, in denen wir über Sie berichtet hatten – sauber ausgeschnitten und sogar laminiert. „Ein Mann hat mir erzählt, wie wichtig er die RHEINPFALZ für die Region findet – als Instanz vor Ort, die hinschaut“, berichtete etwa Chefredakteur Yannick Dillinger. Es freut und ehrt uns, dass Sie Ihr Vertrauen in uns setzen. Und Sie können gewiss sein, in den Redaktionsstuben allerorts in der Pfalz geben wir unser Bestes dafür.
„Lese Zeitung am liebsten abends im Bett auf Tablet“
Am liebsten nutzen viele der Leserinnen und Leser, die uns an dem Tag besuchten, die Zeitung immer noch ganz klassisch im Papierformat. Aber das eine muss das andere ja nicht ausschließen. Und so haben inzwischen viele auch schon mal in die Digitalwelt der RHEINPFALZ reingeschaut, die ja jede Abonnentin und jeder Abonnent ohne Zusatzkosten nutzen kann. „Andere lieben ihre Zeitung am Frühstückstisch. Aber ich habe morgens immer so viel zu tun. Ich lese lieber abends im Bett auf dem Tablet“, erzählte eine 68-Jährige aus Billigheim. Ah, da können Sie mit der Vorabendausgabe ja gleich die Zeitung des nächsten Tages lesen? „Ja, genau so“, meint sie und lacht.
Dass es für den Digitaleinstieg keine Altersgrenze gibt, bewies uns eine Dame, die stolz berichtete, dass sie mit ihren Ü80 jetzt auch digital dabei sei. Besonders gefällt ihr daran, dass sie nun auch lesen könne, was andernorts in der Pfalz so passiert und in den dortigen Lokalausgaben steht. Ihr Sohn habe ihr die App eingerichtet. Aber wer gerade keine Kinder oder Enkelchen parat hat, auch kein Problem: Der fragt einfach uns. Und so waren am Montag gleich mehrere Mitarbeiter des Verlags vor Ort, die Lesern bei der Aktivierung ihres Digitalzugangs oder der Einrichtung der App halfen. „Viele wissen das ja gar nicht, aber wir bieten auch extra Schulungen für unsere Leser dazu an“, erzählt Yannick Stenzel aus Erfahrung. Und die gibt’s auch hier in Landau.