Landau Studentenwohnheim scheint gerettet
Das gemeinsame Projekt mit Aldi Süd hat kurzzeitig vor dem Aus gestanden, nachdem Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in der vergangenen Woche die Frist zur Bearbeitung der Anträge für energieeffiziente Häuser nach dem 55-KW-Standard vorgezogen hatte. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, haben sich die beteiligten Ministerien geeinigt. Danach werden alle Anträge, die vor dem Förderstopp am 24. Januar eingingen, nach den alten Kriterien bearbeitet.
„Das scheint die Masse der Anträge zu sein“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart aus Jockgrim. Mit verhaltener Freude hat das Studierendenwerk die Nachricht aufgenommen. „Wir haben eine Flasche Sekt aufgemacht“, sagte Sprecher Thomas Mosthaf. Die Bauherren hätten im Januar die Verträge unterschreiben und die mit der Bank die Kreditvereinbarungen festmachen wollen. Das sei nach der Absage aus Berlin herausgezögert worden. „Jetzt müssen wir alles neu terminieren, sind aber vorsichtig geworden und wollen das erst schwarz auf weiß haben.“
Viele Privatleute betroffen
Gebhart zeigte sich gegenüber der RHEINPFALZ am Dienstag erleichtert, dass sich die Regierung doch bewegt. Eigentlich hätte die Frist am 31. Januar enden sollen. Bei ihm hätten sich seit Freitag weitere Privatleute gemeldet, die in größere Bauvorhaben investieren möchten und seit Habecks Ankündigung um die Finanzierung gebangt hätten, berichtete Gebhart.
Die CDU-Bundestagsfraktion hatte am Freitag im Bundestag einen Antrag eingebracht, wonach die Regierung den Förderstopp zurücknehmen solle. Die Ampel habe den Bauherren jede Planungssicherheit genommen, wetterte Gebhart. Die CDU habe versucht, Druck aufzubauen, und auch viele Betroffene hätten sich bei den Ministerien gemeldet.